(Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

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Wølfram
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Ein wenig politisches Kabarett?

Beitrag von Wølfram » Sa 23. Jul 2011, 14:59

Huhu zusammen,

also was mir (es tut fast weh es als überzeugten Fusionisten zu Papier bzw html zu bringen :) ) fehlt wäre ein wenig politisches Kabarett. Die Auswahl an Kunstinstallationen, Filmen (dieses Jahr großartig mit Chaplin im Wald) Theater und privaten Perfomance ist mehr als man (ich zumindest) zu besuchen im Stande ist. Aber wie wäre es denn einen Abend so einen kleinen politischen Kabarettistischen Abend zu machen. Natürlich werde ich jetzt meinen persönlichen absoluten über Liebling 'Georg Schramm' beim Namen nennen, aber es gibt schließlich auf dem 3Sat auch Pispers´ Sendung in der er immer wieder sehr gute Newcomer die Chance ermöglicht. Eventuell könnte man so etwas aufgreifen.

Ich würde mich sehr freuen, denn irgendwann hat man die (!Vorsicht Polemik!) Berliner-MDMA-Keta-Multitox-Stolperer auf dem Bachstelzenfloor gehörig satt. :roll:

Anbei ein sehr schönes Interview mit Herrn Schramm:

http://www.youtube.com/watch?v=6X0KTo93OsY http://www.youtube.com/watch?v=DtQu9vx3DzE

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße,
Wølfram

tool
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von tool » Di 26. Jul 2011, 11:21

glimmen hat geschrieben:Echt schlimm, die Unpolitischen. Trinken Bier, nehmen Drogen, am Ende tanzen sie sogar! Äh, was machen noch mal die Politischen?

Eine reine Antifa-Fusion ist so ziemlich das Letzte, woran ich teilnehmen wollte. Ich finde, das Festival ist immer noch eindeutig von Veranstalter- wie Teilnehmerseite als ein linkes zu erkennen. Also macht euch mal locker! Dieses Ausgrenzertum gerade von Neulingen ist einfach nur linkes Spießertum.
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Tool schreibt;
du solltest dich schämen soetwas zu schreiben
natürlich ist die fusion antifaschistich eingestellt und versucht dies auch zu bleiben

@ rotezora ich bin deiner meinung und selbst diejenigen diese auf dem "lande" wohnen kommen auch in die stadt jedoch datenerhebun bringt nur stunk es gibt die abg's und diese sind wohl ausreichend

und danke das du deine bedenken hast jedoch der ausdruck repolit ist zuviel des guten denke ich dafür gibt es eher eine andere beschreibung was du meintest ;-)
Zuletzt geändert von tool am So 7. Aug 2011, 22:27, insgesamt 3-mal geändert.

glimmen
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von glimmen » Di 26. Jul 2011, 21:19

tool hat geschrieben:
glimmen hat geschrieben:Echt schlimm, die Unpolitischen. Trinken Bier, nehmen Drogen, am Ende tanzen sie sogar! Äh, was machen noch mal die Politischen?

Eine reine Antifa-Fusion ist so ziemlich das Letzte, woran ich teilnehmen wollte. Ich finde, das Festival ist immer noch eindeutig von Veranstalter- wie Teilnehmerseite als ein linkes zu erkennen. Also macht euch mal locker! Dieses Ausgrenzertum gerade von Neulingen ist einfach nur linkes Spießertum.
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du solltest dich schämen soetwas zu schreiben
natürlich ist die fusion antifaschistich eingestellt und versucht dies auch zu bleiben
ich weiß nicht, was du in meinem post gelesen hast, aber nichts anderes habe ich behauptet. die fusion war und ist antifaschistisch , und ich habe nicht die geringste sorge, dass das so bleibt. deswegen finde ich ja die diskussion an sich absurd, und sie ist so alt wie das festival. mann, früher war, wo heute das luftschloss ist, die ganze straße voll mit breitschlapprigen golfs ausm umland. und ich finde, wenn man in der umgebung der leute feiert, kann man sie schlecht ausschließen.

aber die frage lautet doch: will man vor dem eingang den großen türsteher stehen haben? und da sage ich, dass das erstens bei 60 000 besuchern eine komplette illusion ist, und zweitens dem toleranten konzept entgegenläuft. wer stellt denn die regeln auf, wer noch reinkommt? da sind wir ganz schnell bei der gesinnungspolizei, und da bekomm ich gehörige bauchschmerzen (mal von den offensichtlichen no-go's abgesehen, aber die muss ich ja wohl nicht erwähnen).

es gibt soviel politische angebote auf der fusion, und meines wissens werden sie alle gut besucht. also verstehe ich die aufregung nicht. natürlich könnte man die leute besser erziehen, aber da laufen ja hier schon einige gedankenspiele. mir langt allerdings ein mumia-stand. ich beschäftige mich das ganze jahr mit solchem kram, auf der fusion hab ich da andere schwerpunkte. aber die mischung macht's doch, in jeglicher hinsicht. ich fühle mich nach wie vor dort pudelwohl.

Corleo
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Corleo » Di 26. Jul 2011, 22:33

@Rote Zora

Damit meine ich die Prolls, die einen Scheiß auf die Natur geben und ihren Müll überall liegen lassen. Die, die sich um andere Menschen überhaupt nicht scheren und von denen gab es meiner Meinung nach viel zu viel. Die Idioten mit ihren Handykameras, die es ja total toll finden das dann auf youtube hoch zu laden. Die, die sich gar nicht mit dem Thema oder der Geschichte der Fusion auseinander setzen, sondern "voll geil feiern gehen wollen", ohne dabei an ihre Umwelt zu denken. Die ihre Glasflaschen auf den Boden schmeißen, dann gehen die irgendwann kaputt und es laufen so viele Menschen barfuss über das Gelände, das sieht mensch doch, wenn mensch mal die Augen aufsperren würde. Halt alle, die ihr leben einfach leben ohne sich um sich und ihre Handlungen Gedanken zu machen.
1.Mich würde mal interessieren wie du "Prolls" bzw. Menschen, die danach aussehen automatisch mit Umweltverschmutzung in Verbindung bringst?
(Ich war kürzlich auf nem Goa und dort gab es ebenfalls genug "Prolls". Ich habe die ganze Zeit nicht eine Scherbe gesehen.)

2. Dein letzter Satz bringt vermutlich am Besten auf den Punkt was du dir wünscht. Sehe ich genauso. Aber was hat das mit Re-Politisierung zu tun?

Freundlicher Gruß
Corleo

Tweary
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Tweary » Mo 1. Aug 2011, 13:04

Und wie sollen dann politisch korrekte Leute die im Ausland leben an Tickets rankommen? Um die multinationalität des Publikums aufrechterhalten zu können ist der Internetverkauf meiner Meinung nach die beste Lösung.

freq
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von freq » Di 2. Aug 2011, 10:34

Corleo hat geschrieben:1.Mich würde mal interessieren wie du "Prolls" bzw. Menschen, die danach aussehen automatisch mit Umweltverschmutzung in Verbindung bringst?
(Ich war kürzlich auf nem Goa und dort gab es ebenfalls genug "Prolls". Ich habe die ganze Zeit nicht eine Scherbe gesehen.)

Dafür hatte es der Zeltplatz aber ganz extrem in sich... :roll:

RoteZora
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von RoteZora » Mo 15. Aug 2011, 22:11

@ tweary

Konstruktiver Einwand, da haste Recht. Hab ich mir nicht so Gedanken gemacht, zu meiner Schande. Aber haben die nicht auch Zentren...?

Hm, ich finds schade, dass die meisten hier nicht konstruktiv diskutieren wollen, sondern lieber wütend rum stänkern. Ich jedenfalls finde die Fusion NICHT perfekt bzw. verbesserungswürdig und hab mir nur mal Gedanken gemacht. Ich hab ja nicht behauptet, das wäre der perfekte Vorschlag. Also kommt mal runter.

@corleo
Was das mit Politisierung zu tun hat? Einfach alles...Ist schließlich nicht nur so ein Lebensstil, den man ändern sollte je nachdem, wie die Mehrheit es macht. Rücksicht und Toleranz gegenüber anderen Menschen, Tieren und der Umwelt sollten eigentlich ein Standard sein. Und ja, Intolerante sollten ausgeschlossen werden. Keine Toleranz der Intoleranz. Aber das ist vielleicht die gleiche Diskussion die einige hier nicht verstehen, wie die Debatte um Nationalflaggen und deren ausgrenzende Wirkung...
WTF geht eigentlich hier ab?

Lulebule
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Lulebule » Di 30. Aug 2011, 13:41

Also meiner Meinung nach, welche nach meinem fünften Fusionbesuch noch gefestigt wurde, ist die Fusion selbstverständlich nicht perfekt, aber das gemischte Publikum ist ein bedeutender Bestandteil. Habe persönlich Erfahrungen gemacht mit unfreundlichen umweltverschmutzenden augenscheinlich politischen Menschen und mit Leuten, die auf den ersten Blick keine politischen Motivationen zeigen, die sich aber wiederum sehr rücksichtsvoll und freundlich verhalten haben- so sehr, dass ich nach der einen oder anderen Begegnung ein schlechtes Gewissen auf Grund meines oberflächlichen ersten Eindruckes bekommen habe... Auch muss berücksichtigt werden, dass ein breites Angebot zupolitischen Vorträgen und Diskussionen besteht, aber selbst von Menschrn, die sich sonst sehr politisch geben nicht genutzt werden, da sie lieber feiern gehen. Die Fusion ist ein Selbstmachfestival, weil jeder sich sein eigenes Programm gestalten kann, was darauf hinausläuft, dass der eine das ganze Wochenende tanzt und säuft und der andere seinen Horizont erweitert, allerdings ist die Nähe verschiedener Menschen auf verschiedenen Städten und Peer groups ein Schritt zur Kommunikation und Austausch. Also wieso die Meckerei?

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