(Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

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Hirte1976
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Hirte1976 » Do 7. Jul 2011, 11:14

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.
Wie kann jemand, der zum 2. Mal dort ist überhaupt ne Meinung zu dem Festival haben.

In den letzten 10 Jahren hat sich die Fusion total verändert. Nur muss ich sagen, hat der Proll-Faktor in den letzten Jahren eher abgenommen.
Vor 2 Jahren war es so schlimm, dass man schon im 500m Abstand zur Turmbühne das kalte Kotzen bekommen hat.
In diesem Jahr war es doch, trotz des Wetters, total bunt.

Recht hast Du allerdings, dass die Fusion unpolitischer geworden ist.
Und das finde ich genau wie Du, nicht gut.
Kannst Du nur nicht beurteilen, weil Du die politischeren Zeiten gar nicht erlebt hast. :shock:
Den Vorschlag mit den Szeneläden finde ich gut, nur wurde das ja nunmal bis vor 2 Jahren auch so praktiziert und gebracht hat es garnichts. Prolls ohne ende!

Die Limitierung und Personalisierung ist der richtige Weg gegen den Schwarzmarkt.
Goldenes Memberticket, oder eine Kaufoption für Alt-Fusionisten fände ich auch sehr sinnvoll, dann können nämlich keine "neuen" Prolls dazu kommen. Empfehlungssystem wie bei Restrealität funktioniert ja auch.....
:geek:

Nebel
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Nebel » Do 7. Jul 2011, 11:29

Was hat eine Repolitisierung damit zu tun nur noch Busenfreunde der Antifa rein zu lassen? Somit gart man doch im eigenen Saft, da kommt ja nix frisches dazu und angefixt sich politisch einzubringen wird sicher auch keiner. (und sag nicht, einmal so nen Laden zu betreten macht jeden linksdrehend, das geht nicht mal mit nem Joghurt).

Und wo zieht man die Grenzen? Reicht es in Bremen studiert zu haben, oder muss man in HH mindestens ein Vattenfall-Auto zum Brennen gebracht haben? Reicht es eine Demo besucht zu haben? Bisschen Steine ausm Gleisbett tragen?

Nein im Ernst, die Fusion lebt von der Vielfalt. Das macht es doch aus. Und ganz ehrlich: wenn es euch um Politisierung geht: redet doch mal mit den Leuten, die wie Prolls aussehen. Vielleicht kommt ja ein interessantes Gespräch dabei rum. Und wenn nicht: is halt so. Einfach mal etwas toleranter und vorurteilsfreier an Dinge rangehen hilft manchmal.

Wobei, so eine ticketgarantie für den Altbestandskunden: das wär schon cool :mrgreen:

helepopp
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von helepopp » Do 7. Jul 2011, 11:36

sobald du anfängst die ticketvergabe irgendwie nach personengruppen zu differenzieren brauchst du kontrollen und das ist einerseits ein riesiger aufwand und widerspricht zudem dem ganzen sinn der sache.

wie willste zb feststellen ob jemand 'altfusionist' ist? alte bändchen/tickets? die gibts dann bei ebay. das gleiche bei nem bewertungssystem... alles sinnlos.

von meinen freunden die unbedingt wieder hinwollten hatten zb die wenigsten ein ticket ergattert aber am ende hatten doch alle über 10 ecken eins bekommen, ohne ebay und überteuerte preise. zb durch freunde die dann doch net konnten, arbeitseinsatz usw... wenn man wirklich will gibts auch einen weg,auch ohne ebay.

sebakel
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von sebakel » Sa 9. Jul 2011, 02:41

Nee danke,

keine Gesinnungskontrolle bitte. Einfach leben und leben lassen. Ich hab Jahre gebraucht, mich zu entpolitisieren ;)

peterchen
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von peterchen » Sa 9. Jul 2011, 03:19

Ich befürchte, 5 Jahre reichen nicht, um an die GoldTickets zu kommen, oder? ;)

Spaß beiseite: Ich weiß ja nicht, wie das anderswo ist, mit den Infoläden, aber Fusion hat doch auch Besucher von außerhalb bzw. möchte auch Leute von außerhalb erreichen (und damit meine ich jetzt nicht Dänemark oder Holland). Es wäre schade, wenn jene keine Tickets erhielten, weil sie keinen Infoladen in der Nähe haben, die ihre Gesichter kontrollieren würden.

Außerdem, ein Mensch, welcher entsprechende Musik über alles liebt, vom Wesen her ein tolleranter und netter ist, aber nicht großartig politisch aktiv ist (außer in der Denke), sollte doch auch gern mit dem Grundsatz zur Fusion fahren "Endlich wieder die Musik...und die Menschen..." Nicht, dass entsprechende Person sich nicht auch in politischen Gesprächen beteiligen würde, nur ist der primäre Grund zur Fusion zu fahren vielleicht eher die Musik und das Miteinander (was sicher einer gewissen politschen Gesinnung als Folge zu betrachten ist, obwohl ich dabei lieber von menschlicher Gesinnung, als politischer Gesinnung spreche, da es oftmals so ist, aus meiner Sicht, dass linkspolitische Forderungen oftmals menschliche Forderungen sind...)

IchHier--DaOriginal
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von IchHier--DaOriginal » Sa 9. Jul 2011, 23:37

Hirte1976 hat geschrieben:Goldenes Memberticket, oder eine Kaufoption für Alt-Fusionisten fände ich auch sehr sinnvoll, dann können nämlich keine "neuen" Prolls dazu kommen. Empfehlungssystem wie bei Restrealität funktioniert ja auch.....
:geek:
Ich schlage vor es dürfen nur noch Leute rein die mindestens zehn Bändchen vorzuweisen haben...ok ich bin ja nicht so ...Fünf Bändchen.

P.S.: Ist eine Ausgrenzung nicht das gleiche als wenn ich mich auf die Straße stelle und brülle Ausländer Raus? :shock:

Prabaker
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Prabaker » So 10. Jul 2011, 00:24

Warum schimpft Ihr über eine Idee nur weil RoteZora erst 2 mal die Fusion erleben durfte ???

der Gedanke „Wenn doch jemand unpolitisches sich die Mühe macht, das lokale AZ/den lokalen Infoladen aufzusuchen, dann wird der_diejenige vielleicht anpolitisiert, yeah!“ klingt doch im Ansatz sehr vielversprechend …..die Idee im ganzen jedoch etwas einseitig ...aber darüber sinnvoll zu diskutieren lohnt sich denke ich …...
RoteZora hat sich Gedanken gemacht und wird hier fast nur bestraft und diskriminiert von den ach so tollen Fusionist-innen die schon länger wie 2 Jahre Das Festival besuchen ….....bei weitem ein sehr intolerantes Verhalten :oops:

Fusion Crew
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Fusion Crew » So 10. Jul 2011, 12:12

Den Vorverkauf ausschließlich in VVK-Stellen zu organisieren, wäre schon ganz fein. Die VVK-Gebühr würde dann auch gleich dem Laden zugute kommen. Das ist aber echt mies für Leute die auf dem Land wohnen und kein AJZ um die Ecke haben. Außerdem wäre da nach dem schnellen Ausverkauf dieses Jahr die Hölle vor den Läden los.

Rob
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Rob » So 10. Jul 2011, 20:41

Ihr armen, armen Menschen, die ihr euch damit brüsten müsst, wie lange ihr schon dabei seid.. "Ich war schon 8 mal da"; "Ich war schon 10 Mal da!" "Du kannst das doch gar nicht beurteilen, du warst ja erst 2 mal da!"
Diese Verlustängste.. diese Angst davor, dass andere auch teilhaben an der Fusion, die doch mir gehört.. kann ich nicht verstehen. Aber ich war auch erst 3 Mal da.. vielleicht denke ich in 7 Jahren ja anders..

Hartkopfhose
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Re: (Re)-Politisierung der Fusion? Ein Gedanke...

Beitrag von Hartkopfhose » So 10. Jul 2011, 20:56

...Verlustängste...genau darum geht es!

Meins, deins, unser aller...

Ich zitiere meine Erfahrungen nach den letzten Malen immer wieder gerne:
Wer wirklich ne Karte haben wollte, der hat auch eine bekommen. Es gibt so massig viele Leute, die Ende Dezember noch gar nicht wirklich wissen können, ob sie nächsten Juni Zeit haben werden...
ansonsten gibt's Internet.

Entspannen wir uns alle mal ne Runde...ich geb nen Autogenes-Trainingskurs als Workshop. Ganz unpolitisch.

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