Fusion...muss ich begeistert sein?

Pladde1312
Beiträge: 67
Registriert: Do 7. Jun 2018, 18:23

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von Pladde1312 » So 1. Jul 2018, 22:16

Topo-Tec hat geschrieben:
So 1. Jul 2018, 21:57
freq hat geschrieben:
So 1. Jul 2018, 18:32
Boah, was könnte ich kotzen, wenn ich hier so einige Kommentare lese. Wegen solcher Leute bekommen andere keine Tickets.

Trgat doch Eure Ärsche das nächste Mal einfach zur Sonne, Mond und Sterne oder direkt zum Nature One. Die sind dann auch ganz sicher total unpolitisch :lol:
So ein absoluter Blödsinn und engstirniger Stuss, den Du da schreibst.
Ich habe mein Ticket als Bestfriendticket über eine Supporterin erhalten... Das war ein Jahr lang geplant, sie hat mir vorgeschwärmt und ich kannte vorher nur die Voov, habe mich deshalb tierisch drauf gefreut. Aber es hat mir nun mal nicht gefallen, woher soll man das vorher wissen, wenn man es nicht ausprobiert???
Hinterher sich so besserwisserisch hinzustellen und zu fordern, man solle gefälligst gar keine Tickets mehr kaufen, damit andere eins bekämen, das ist sowas von idiotisch, absolut daneben!!!

Ich hoffe, dass Du so richtig gekotzt hast...

Für mich ist das Kapitel Fusion auch damit abgehakt, denn genau wegen solcher Leute wurde ich u.a. überhaupt nicht grün mit dem ganzen.
Da wird von Toleranz usw. gefaselt als eins der übergreifenden Festivalmottos, aber letztendlich sind alle nur normale Menschen, die ihren scheiß Zeltplatz verteidigen, an fremde Autos pinkeln oder sich aufregen, weil man Donnerstag um 13 Uhr das Auto ne halbe Stunde hat laufen lassen, um kurz die Batterie zu laden!!! Und dann kommen noch so bekloppte Kommentare ohne Sinn, ohne Verstand, ohne mal kurz nachzudenken.

An die anderen, die nett und ehrlich ihre Meinung geschrieben haben, vielen Dank.
Du kannst ja auch gerne deine Meinung haben, alles schön und gut... Aber, ALLE über einen Kamm zu scheren, finde ich nicht fair

Andibandi
Beiträge: 2
Registriert: So 1. Jul 2018, 22:33

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von Andibandi » So 1. Jul 2018, 23:11

Hallo Leute
Ich war dieses Jahr das 3 mal auf der Fusion und ich bin immer wieder aufs neue begeistert.
Mit Politik hab ich nicht viel am Hut und ich muss sagen das ich mir auch nie die Zeit genommen habe um mir Vorträge auf der Fusion anzuhören.
Der wichtigste Grund weswegen ich da hin fahre sind die super DJs und die Musik. Es gehören auch Drogen zur Musik das manche leider ihr Konsumverhalten nicht unter Kontrolle haben ist traurig aber das gibt es auch beim Alkoholkonsum. Beides hat den selben Zweck sich fallen zu lassen und sich für alles zu öffnen.
Wer es Schaft diese mit oder ohne Drogen zu erreichen und sich dann noch von der Magie der Musik führen lässt der kann auf dem FUSION FESTIVAL nur Spaß haben.
Also an alle den es nicht gefallen: hört auf soviel darüber nachzudenken was schlecht oder gut war.
Bedankt euch einfach bei alle denn die an der Fusion mitgewirkt haben für die super Leistung.

P:S eine Kleinlichkeit habe ich die mir leider so garnicht gefallen hat. Viele Besucher die wie chinesische Touristen mit ihrem scheiß Smartphone den ganzen Tag filmend über das Gelände gelaufen sind. Das ist einfach nur traurig. Da sind mir kotzende Alkoholika und Abstürzeende Junkies lieber.

blnblnbln
Beiträge: 27
Registriert: Di 28. Jun 2016, 15:11

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von blnblnbln » So 1. Jul 2018, 23:15

Jetzt war ich heute da und es war wunderbar. Die linken Spackos sind eine Minderheit, das tolerante und offene zusammen feiern hat viel Spass gemacht. Gab zwar einige Plakate („no nations, no border“...aber nen fetten zaun drum rum!) bei denen man sich an den Kopf fasst aber so wie ich es sehe will ein Grossteil einfach unpolitisch feiern.

Politische Diskussionen finde ich gut und in einer Demokratie essentiell. Aber nur wenn Gegenstimmen respektiert und gehört werden. Die Linke tendiert da aber mehr zur Ausgrenzung und Niederschreiung.

Weiter gehts! Feel Festival, dann Nation und Garbicz!

PS: Filmende Leute hab ich garnicht gesehen. Finde ich auch nicht gut. Muss nicht zu sonem Blogger/- Instagramfestival werden.

Pladde1312
Beiträge: 67
Registriert: Do 7. Jun 2018, 18:23

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von Pladde1312 » So 1. Jul 2018, 23:37

Ich habe jetzt schon so oft vom "Linksextremismus" gelesen, von "linken Spackos" oder auch "Antifa spacken"...

Habt ihr euch mal annähernd damit beschäftigt, welche Organisationen hinter der Fuison stehen, mitwirken und auch dafür verantwortlich sind das dieses Festival Jahr für Jahr so unbeschreiblich geil ist? Die Crew von der Landebahn war übrigens von der Interventionistischen Linken...

Es gibt immer schwarze Schafe, ihr jammert von Intoleranz... Seid dabei selbst nicht besser! Lest euch einfach mal den kompletten Guide vom diesen Jahr durch...

Ich hatte meine erste Fusion 2011, hatte einen Kulturschock nach dem nächsten... Habe dem aber eine Chance gegeben... Mittlerweile war es meine 4te und auch nicht meine letzte...

Jegliche Kritik ist okay, solange man sachlich reflektiert... Stellt euch vor, ich bin auch links, engagiere mich ehrenamtlich... Aber auch diese Freiheit auf der Fusion finde ich so toll!(abgesehen vom Zaun) aber überlegt auch mal warum der Zaun überhaupt nötig war...

So, das sollte es erstmal gewesen sein... Wir sehen uns 2019 auf der Fusion ♡

lnclt
Beiträge: 1
Registriert: Mo 2. Jul 2018, 01:04

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von lnclt » Mo 2. Jul 2018, 01:18

Also mal nen paar Grundsatzanstoesse zu diesem ganzen unreflektierten Scheiss

- Links sein heisst nicht im Ansatz, alle anderen politischen Meinungen zu akzeptieren. Die Fusion ist ein Safe Space fuer marginalisierte Menschen, die sonst im Alltag Repression erfahren. Wenn ihr das Gefuehl habt, fuer eure Meinung hier unterdrueckt zu werden, ist es hoechstwahrscheinlich weil ihr damit diesen Safe Space verletzt. In dem Fall kenn ich nen Ort wo ihr wegen eurer Privilegien in Ruhe gelassen werdet: Den ganzen Rest der westlichen Welt.

- Wenn ihr die Musik scheisse findet, gebt euch ne andere Buehne. Sorry dass nicht alles auf genau euren Geschmack ausgelegt ist. (oder gebt euch vielleicht mal ne Lesung oder einen Workshop, scheint mal ganz noetig zu sein)

- Dieses staendige "Heuchlerei" aufzeigen wollen verraet doch nur, dass ihr die eigentlichen Aussagen nicht angreifen koennt/wollt. Ja, wir leben im Kapitalismus, und haben Jobs, et cetera. Aber zumindest findet der Versuch statt, daran etwas zu aendern.

- Und zuletzt: wenn das alles wirklich nichts fuer euch ist, und ihr auch keinen Bock habt mal darueber zu reflektieren; schade - aber ueberrascht mich auch nicht. Aber warum bitte einen Beitrag verfassen, um sich bei den Leuten darueber auszukotzen, die doch offensichtlich so weit von eurem Horizont entfernt sind?

carnifexx
Beiträge: 5
Registriert: So 20. Nov 2011, 19:33

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von carnifexx » Mo 2. Jul 2018, 06:46

lnclt hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 01:18
Also mal nen paar Grundsatzanstoesse zu diesem ganzen unreflektierten Scheiss

- Links sein heisst nicht im Ansatz, alle anderen politischen Meinungen zu akzeptieren. Die Fusion ist ein Safe Space fuer marginalisierte Menschen, die sonst im Alltag Repression erfahren. Wenn ihr das Gefuehl habt, fuer eure Meinung hier unterdrueckt zu werden, ist es hoechstwahrscheinlich weil ihr damit diesen Safe Space verletzt. In dem Fall kenn ich nen Ort wo ihr wegen eurer Privilegien in Ruhe gelassen werdet: Den ganzen Rest der westlichen Welt. [...]
Inclt sagt wie's ist. Warum fahren solche Vollbollos auf ein linkes, alternatives Festival um dann dort raus zu finden das es ein linkes, alternatives Festival ist?

TwiXDH
Beiträge: 34
Registriert: Fr 8. Jun 2012, 12:01

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von TwiXDH » Mo 2. Jul 2018, 06:54

blnblnbln hat geschrieben:
So 1. Jul 2018, 23:15
Jetzt war ich heute da und es war wunderbar. Die linken Spackos sind eine Minderheit, das tolerante und offene zusammen feiern hat viel Spass gemacht. Gab zwar einige Plakate („no nations, no border“...aber nen fetten zaun drum rum!) bei denen man sich an den Kopf fasst aber so wie ich es sehe will ein Grossteil einfach unpolitisch feiern.

Politische Diskussionen finde ich gut und in einer Demokratie essentiell. Aber nur wenn Gegenstimmen respektiert und gehört werden. Die Linke tendiert da aber mehr zur Ausgrenzung und Niederschreiung.

Weiter gehts! Feel Festival, dann Nation und Garbicz!

PS: Filmende Leute hab ich garnicht gesehen. Finde ich auch nicht gut. Muss nicht zu sonem Blogger/- Instagramfestival werden.
Nach 5x Fusion in Folge, eben weil es ein Festival mit einer politischen Linie ist und sich dort die meisten Leute wohl fühlen, in diesem Jahr erstmals kein Ticket erhalten.
Wenn ich dann hiervon Leuten etwas von "Linken spackos" o.ä. lesen dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Wie kann man so ein einfacher, trolliger Konsument sein, der über die Organisatoren, die Organisation und die Strukturen so gar nichts weiß bzw. wissen will. Von irgendjemanden gehört zu haben es sei gut, reicht dann aus um unbedingt hin zu fahren und anschließend so richtig über die Organisation abzukotzen.Großes Kino. Denn genau diese "Linken Spackos" sorgen u.a. dafür das das Festival so ist wie es ist.

Je länger ich darüber nachdenke was hier geschrieben wird, desto mehr könnte ich kotzen.
Bleibt zuhause.

Swingo
Beiträge: 3
Registriert: Di 12. Jun 2018, 09:35

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von Swingo » Mo 2. Jul 2018, 08:20

lnclt hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 01:18
Also mal nen paar Grundsatzanstoesse zu diesem ganzen unreflektierten Scheiss

- Links sein heisst nicht im Ansatz, alle anderen politischen Meinungen zu akzeptieren. Die Fusion ist ein Safe Space fuer marginalisierte Menschen, die sonst im Alltag Repression erfahren. Wenn ihr das Gefuehl habt, fuer eure Meinung hier unterdrueckt zu werden, ist es hoechstwahrscheinlich weil ihr damit diesen Safe Space verletzt. In dem Fall kenn ich nen Ort wo ihr wegen eurer Privilegien in Ruhe gelassen werdet: Den ganzen Rest der westlichen Welt.

- Wenn ihr die Musik scheisse findet, gebt euch ne andere Buehne. Sorry dass nicht alles auf genau euren Geschmack ausgelegt ist. (oder gebt euch vielleicht mal ne Lesung oder einen Workshop, scheint mal ganz noetig zu sein)

- Dieses staendige "Heuchlerei" aufzeigen wollen verraet doch nur, dass ihr die eigentlichen Aussagen nicht angreifen koennt/wollt. Ja, wir leben im Kapitalismus, und haben Jobs, et cetera. Aber zumindest findet der Versuch statt, daran etwas zu aendern.

- Und zuletzt: wenn das alles wirklich nichts fuer euch ist, und ihr auch keinen Bock habt mal darueber zu reflektieren; schade - aber ueberrascht mich auch nicht. Aber warum bitte einen Beitrag verfassen, um sich bei den Leuten darueber auszukotzen, die doch offensichtlich so weit von eurem Horizont entfernt sind?


Soooooo super zusammen gefasst. Verfolge den post hier schon einige Tage und finde deine Argumentation völlig richtig :)

Took
Beiträge: 232
Registriert: Di 5. Jul 2011, 16:01

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von Took » Mo 2. Jul 2018, 09:56

Wie viele hier kotzen müssen. :shock:

Aber mal im Ernst: Klar ist die Fusion von ihren Grundgedanken links, aber das ändert nichts daran, dass es zeitweise 4-5 Stages gibt, auf denen Standart-Festival-Minimal läuft. Genau die Musik, die die unpolitische Feiermeute anzieht. In meinen Augen gehört vor allem das musikalische Konzept auf den Kopf gestellt.

tails
Beiträge: 11
Registriert: Mi 20. Jun 2018, 10:52

Re: Fusion...muss ich begeistert sein?

Beitrag von tails » Mo 2. Jul 2018, 11:48

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass viele Menschen darauf antworten wenn ich erzähle dass ich auf der Fusion war: "Fusion? Das ist doch dieses Techno-Geballer-Festival?" Nein - ist es nicht! Oder zumindest nicht ausschließlich. Es gibt Konzert, Talks, Workshops, Performances. Man kann dort hinfahren, ohne jegliche Art elektronischer Musik zu mögen und müsste sich trotzdem zehnteilen um alles parallel erleben zu können. Ich habe irgendwie aber das Gefühl, dass diese Differenziertheit abgenommen hat und immer mehr Leute kommen, denen es nur um das "Techno-Geballer" geht. Und das finde ich schon schade. In einem anderen Thread wurde davon gesprochen, dass es "an populären Bühnen wie Turmbühne, Bachstelzen, Sonnendeck" zu voll war. Ich fand diese Fusion weniger voll als die Jahre davor - aber eben an Trancefloor, Rotem Platz etc.

Tja, ich habe nichts gegen lahmen Techno, wie er an Turmbühne etc. läuft, wohl aber etwas gegen die Feieratzen, die teilweise davon angezogen werden. Ich hab dieses Jahr gefühlt viel mehr rumgemacker als die letzten Jahre erlebt. Es liefen verdammt viele Männer ohne Shirt rum.

Ich glaube nicht, dass die Fusion weniger links sein kann oder sein sollte - sie wird schlicht von linken Gruppen organisiert. Jeder der meint, dass er gerne unpolitische feiern möchte, sollte sich wirklich mal anschauen, wer mitorganisiert und ob er diese Gruppen unterstützen möchte - die Interventionistische Linke, diverse AZs, linke Partykollektive etc. Und ich denke, dass die Fusion klarer ihre explizit linke Ausrichtung betonen sollte, damit Menschen wie der TO nicht auf dem Festival enttäuscht werden, sondern vorher gewarnt sind.

Die Fusion ist halt ein linkes Festival, auf dem es auch Techno gibt, kein Techno-Festival mit linken Inhalten.

Antworten