Newsletter 4/2019 - Fusion Fazit

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DieEnteMedusa
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Newsletter 4/2019 - Fusion Fazit

Beitrag von DieEnteMedusa » Fr 22. Nov 2019, 21:01

Der „Fazit-Newsletter“ wurde eben rausgeschickt....:

Liebe Fusionistinnen und Fusionisten,

Der Sommer ist vorbei und nach dem vielleicht schönsten
at.tension-Festival ever wird es höchste Zeit, uns mit einem Resümee des
Fusion-Festivals bei euch zurück zu melden. Dabei kommen wir natürlich
nicht umhin noch einmal auf die Polizeigeschichte Bezug zu nehmen, die uns
und euch in diesem Jahr richtig umgetrieben hat. Am Ende dieses Newsletters
findet ihr aktuelle Informationen zum Vorverkauf für die kommende Fusion.

Als wir uns Ende April mit einem langen Newsletter an euch gewandt haben,
standen wir wie noch nie in unserer Vereinsgeschichte mit dem Rücken zur
Wand. Alle Zeichen standen auf Sturm und die Zukunft des Fusion-Festivals
und in der Folge auch die des at.tension-Festivals hingen an einem seidenen
Faden. Die Forderung der Polizei nach Überwachung des Festivals durch eine
„anlasslose Bestreifung“ und einer zentral auf dem Festivalgelände
gelegenen Polizeistation waren für uns ein Frontalangriff auf die
Philosophie der Fusion und das, was uns hier vereint - nämlich die
Freiheit, sein zu können, wie wir sein wollen: zwanglos und
unkontrolliert.

Unsere konsequente Ablehnung der polizeilichen Begehrlichkeiten hat dazu
geführt, dass die Genehmigung des Festivals von Seiten des
Polizeipräsidenten zunächst verweigert wurde. Die vorgetragenen Mängel
unseres, bis dato nicht beanstandeten Sicherheitskonzeptes waren
größtenteils vorgeschoben und konnten durch eine Überarbeitung des
Konzeptes ausgeräumt werden. Gefahrenabwehr und die Sicherheit unserer
Gäste war ihre Argumentation, polizeiliche Kontrolle und Überwachung war
ihre eigentliche Intention. Uns war sofort klar, dass die Durchsetzung
dieser Forderungen das Ende der Fusion bedeuten würde. Polizeiwache
mittendrin und anlasslose Bestreifung aller Bereiche - das wäre der
absolute Killer und die Fusion nicht mehr die Fusion. Wir mussten uns die
Frage stellen, mit wem und für wen wir unter solchen Bedingungen dieses
Festival weiter organisieren wollen würden?

Klar war aber auch, dass es hier um weit mehr ging als um die Zukunft
unseres geliebten Festivals. Es ging um die politische Frage, ob es in
dieser Gesellschaft weiterhin Freiräume geben kann, die nicht von der
Polizei eingeschränkt und mit repressiven Maßnahmen begleitet werden. Es
ging um die Selbstgestaltungsfreiheit kultureller und künstlerischer Orte.
Aus dieser Perspektive betrachtet, betraf das Thema auch viele andere
Versammlungsräume im subkulturellen Kontext: Konzerte, Festivals, freie
Bühnen sowie die gesamte Clubkultur. Es ging hier im Kleinen um nicht
weniger als um das Ganze: die Verteidigung tragender Elemente einer
emanzipatorischen Gesellschaft.

Mit dieser Situation sind wir Ende April an die Öffentlichkeit gegangen
und haben uns erstmals in unserer Kulturkosmos-Geschichte an Medien
gewandt. Nach über 20 Jahren konsequenter Medienabstinenz war das
Interesse gewaltig und so wurde der Konflikt um das Fusion-Festival in fast
allen relevanten Medien verbreitet und bundesweit zum Thema. Durch die
mediale Aufmerksamkeit, unseren beharrlichen Widerstand und die
Solidarität von wahnsinnig vielen Menschen und Organisationen aus der
ganzen Republik ist es gelungen, diese polizeiliche Intervention
zurückzuweisen.

Es hat uns selbst überrascht, wie breit das Thema in der Öffentlichkeit
aufgegriffen wurde und von wie vielen Menschen die Fragen geteilt wurden:
Wie können Grund- und Freiheitsrechte verteidigt werden? Wie frei wollen
wir leben? Und wie kann dem zunehmenden Überwachungswahn Grenzen gesetzt
werden? Die Petition wurde binnen 10 Tagen von über 130.000 Menschen und
unzähligen Organisationen unterzeichnet. So kam es, dass ausgerechnet ein
Kulturfestival eine Schlacht um Grund- und Freiheitsrechte und gegen die
Ausweitung von staatlicher Kontrolle und Überwachung gewinnen konnte.

Es stellt sich natürlich bis heute die Frage, was den Neubrandenburger
Polizeipräsidenten geritten und warum er sich so verstiegen hat. War es
der gezielte politische Angriff, um ein linkes Netzwerk trocken zu legen?
War es der polizeilichen Logik geschuldet, die sich eine Gesellschaft mit
80.000 Menschen, die in Eigenverantwortung für ihr Wohl und ihre
Sicherheit sorgen und ohne polizeiliche Kontrolle feiern wollen, nicht
vorstellen konnte und damit die Geschichte der Fusion ignorierte?

Letztendlich hat die Polizei den von uns schon im November vorgeschlagenen
Kompromiss einer Polizeiwache am Rande des Festivalgeländes und der Zusage
eines rein anlassbezogenen Zugangs akzeptiert. Und sie haben erkannt, dass
die Fusion mit ihren 10.000 mitarbeitenden Akteur:innen sehr wohl in der
Lage ist, eine so große Veranstaltung eigenverantwortlich, sicher und ohne
Polizeipräsenz über die Bühne zu bringen. Der jetzt ausgehandelte
Kompromiss hat am Ende zu einer konstruktiven und transparenten
Zusammenarbeit mit der Polizei geführt. Wir gehen daher davon aus, dass
damit die Grundlage für eine weitere, sachliche Zusammenarbeit auf den
kommenden Festivals geklärt wurde.

Die „Polizei-Fusion“ wurde durch diesen Konflikt am Ende ein ganz
spezielles Festival. Nicht nur, weil das gesetzte Thema „Polizei und
Überwachung“ in zahllosen künstlerischen und inhaltlichen Beiträgen
kritisch aufgegriffen wurde. Auch die plötzlich aufgeploppte Erkenntnis,
dass die Zukunft der Fusion nicht selbstverständlich ist, hat für viele
ihre emotionale Verbindung verstärkt und wie wir vermuten, auch die
ideelle Wertschätzung des Festivals noch einmal erhöht. Das war
beispielsweise durch die ausgeprägte Awareness im Umgang miteinander
deutlich zu spüren. Die Aufmerksamkeit für die Anderen, die fast
allgegenwärtig war, hat sich noch einmal weiterentwickelt. Auch der
bewusstere Umgang mit Müll auf dem gesamten Gelände war für alle
ersichtlich. Die Fusion war so sauber wie noch nie!

Ja, in unserer ferienkommunistischen Parallelgesellschaft geht es
bewusstseinsmäßig spürbar nach vorne. Aber wie sieht es in der
außer-fusionären Gesellschaft aus, in die wir zwangsweise zurückkehren,
wenn wir unsere hedonistische Feierblase verlassen? Richtig scheiße sieht
es da aus und die Aussichten werden zunehmend düsterer!

Wir wollen jetzt nicht aufzählen, wo es überall brennt und wie beschissen
es um diese Welt, unsere Gesellschaft, unsere Umwelt und unsere Zukunft
steht. Aber wir wollen hier deutlich sagen, dass die politische Relevanz
der Fusion als Melting-Pot linker Utopien sich nicht daran misst, wie wir
für fünf Tage in einer Parallelgesellschaft an unseren Utopien basteln
und gemeinsam abfeiern. Sondern darin, wie wir außerhalb der Fusion
unseren Arsch hoch bekommen und uns gegen den zunehmenden Wahnsinn
auflehnen, den Widerstand organisieren, um den drohenden Albtraum
abzuwenden! Da liegen die entscheidenden Herausforderungen, denen sich
jeder und jede Einzelne von uns stellen muss!

Zurückkehrend zum Resümee, wollen wir auf einige Punkte kurz eingehen:

# Todesfall am Sonntag
Dass das Thema - auf sich selbst und auf andere zu achten - so wichtig ist,
um die körperliche Unversehrtheit und Sicherheit aller Fusionist:innen
maximal zu gewährleisten, hat sich tragischerweise am Sonntag gezeigt, als
ein Fusionist in seinem Zelt von seinen Freunden verstorben aufgefunden
wurde. Niemand hatte es mitbekommen und vermutlich hätte es niemand
verhindern können oder muss sich einen Vorwurf machen; aber es ist
trotzdem passiert. Was die Ursache war, ist uns nicht bekannt.
Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden und an unnötigen
Spekulationen sollte sich niemand beteiligen.

Für uns, aber insbesondere für seine Freunde war es natürlich ein
krasser Schock und wir mussten gemeinsam mit Rettungsdienst und Polizei
diese Situation bewältigen und uns damit auseinandersetzen, dass jemand
gestorben ist und der Tod eines Menschen auf unserem Festival leider nicht
auszuschließen ist.

Wir haben am Sonntag um 18:00 die Musik auf dem Festival für 15 Minuten
unterbrochen, um einmal alles anzuhalten und zumindest kurz innehalten zu
können.

Wir alle sollten diesen Tod als Ermahnung verstehen. Wir müssen so gut es
geht aufeinander achten und aufmerksam sein und reagieren, wenn wir sehen
oder hören, dass es jemandem nicht gut geht oder irgendwas nicht stimmt.

# No shirt no problem
Nachdem „no shirt no service“ ja bereits im vergangenen Jahr Wellen
geschlagen hatte, ist es in diesem Jahr erneut zu großen Kontroversen
darüber gekommen. Neben Bars und Müllstationen hat sich das Thema auch in
andere Bereiche, wie beispielsweise zu einigen Toiletten getragen. Wir
respektieren, dass es einem Teil unserer mitarbeitenden Gruppen ein
Bedürfnis ist, mit dieser Kampagne Männerprivilegien zu thematisieren.
Wir wollen auch in diesem Jahr nicht aktiv in diese Diskussion einsteigen
und verweisen erneut auf die Auseinandersetzung im Forum
(viewtopic.php?f=34&t=26978&sid=a38fc815 ... 82b99200ea),
sowie unsere Stellungnahme aus dem letzten Jahr
(viewtopic.php?f=32&t=23285&sid=a38fc815 ... 80#p103946).

Was wir aber erwarten ist, dass die Grenzen von pädagogisch sinnvoller
Aufklärung in dieser Kampagne gewahrt bleiben. Wir sehen diese Grenzen
spätestens dann überschritten, wenn Männern ohne Shirt verweigert wird,
die Toilette zu benutzen oder ihren Müllbeutel abzugeben und das ihnen
zustehende Müllpfand dafür zu bekommen.

Wir fordern alle auf, diese Auseinandersetzung konstruktiv und Fusion-affin
zu führen, denn es sollte um Bewusstseinsarbeit gehen. Aggressive
Machtdemonstrationen sehen wir als Kulturkosmos hier nicht zielführend,
denn niemand muss Macker:in sein!

# Aggressive Pfandsammler:innen
Die erneuten, vielfachen Beschwerden im Forum
(viewtopic.php?f=34&t=26954&sid=a38fc815 ... 82b99200ea)
über ultradreiste Pfandsammler:innen haben uns zu der Erkenntnis gebracht,
dass wir diesen Umtrieben in Zukunft entgegentreten müssen. Niemand hat
ein Problem damit, wenn liegengelassene oder vergessene Pfandflaschen
aufgesammelt werden. Wer aber anderen die Pfandflaschen oder Getränke
klaut, auf dem Dancefloor penetrant mit Taschenlampen rumnervt und
ersichtlich die Spielregeln nicht kennt oder akzeptieren will, muss von der
Security ermahnt werden und falls keine Einsicht erkennbar ist, das
Festival verlassen. Das gilt für alle gleich.

# Vorverkauf Fusion 2020
Wie gewohnt startet die Registrierungsphase für die Fusiontickets am 1.
Dezember und endet am 14. Dezember um 23:59 Uhr. Wir belassen den
Ticketpreis bei 145,-€ (inklusive 10,-€ Müllpfand & 5,- € Versand).
Trotz der wiederkehrenden Kritik an einem etwas kompliziertem
Ticketverkaufssystem sind wir davon überzeugt, dass die Verlosung der
Kaufoptionen die fairste Verteilungsmethode ist. Immer mehr Events mit
starker Nachfrage vergeben ihre Tickets durch ähnliche Systeme. Wann ihr
euch innerhalb des Zeitraums registriert, ob als Clique oder Einzelperson,
hat keinen Einfluss auf die Gewinnchancen. Unter allen erfolgreichen
Registrierungen werden am 20. Dezember die Kaufoptionen verlost und pro
Account ist der Kauf von einem Ticket möglich. Mehrfachregistrierungen
werden wir konsequent disqualifizieren.

Wir wünschen euch allen viel Glück bei der kommenden Verlosung und freuen
uns schon auf eine grandiose 23. Fusion 2020!
"Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt." [Mark Twain]

Wigoo
Beiträge: 68
Registriert: Mo 16. Apr 2018, 15:19

Re: Newsletter 4/2019 - Fusion Fazit

Beitrag von Wigoo » Mo 25. Nov 2019, 15:21

~ English version ~

Dear Fusionists,
Summer is over, and after perhaps the most beautiful at.tension festival
ever, it's about time we wrote to you to look back on this year's Fusion
Festival. Of course we can't leave out the whole police issue, which really
preoccupied both us and you this year. At the end we have an announcement
about the advance ticket sale for the upcoming Fusion.

When we contacted you at the end of April with a long newsletter, we had
our backs to the wall like never before in the history of our association.
All signs were on red alert, with the future of Fusion Festival and
therefore also at.tension Festival hanging by a thread. We saw the police's
demand to have a station right on the festival site and to be able to
patrol the area without specific cause as a head-on attack on Fusion's
philosophy and what unites us here – namely the freedom to be how we want
to be: spontaneous and free!

Our consistent rejection of the desires of the police led to the festival
initially being denied approval by the Chief of Police for Neubrandenburg.
The alleged shortcomings in our security concept, which had never raised
objections before, were largely unfounded and could be remedied by revising
the concept. Though they argued on the basis of guarding against dangers
and keeping our guests safe, their actual intention was to assert police
control and surveillance. It was immediately clear to us that enforcing
these demands would mean the end of Fusion. A police station right in the
middle of it, as well as patrols in all areas without specific cause - it
would have killed it altogether, Fusion would no longer be Fusion. We had
to ask ourselves: who would such a festival be for, under these conditions,
and who would we be organising it with?

However, it was also clear that there was much more at stake here than the
future of our beloved festival. It was about the political question of
whether there can still be truly free spaces in this society, that are not
restricted by the police and accompanied by repressive measures. It was
about the freedom of cultural and artistic spaces to define how they
develop and evolve. Viewed from this perspective, the issue affected a
whole range of other venues for subcultural gatherings: concerts,
festivals, open stages and the entire club culture. In this case, the whole
thing was at stake: the pillars of a free and emancipated society had to be
defended.

We decided to take the matter public at the end of April and, for the first
time in our history, turned to the media. After more than 20 years of
consistent media abstinence, there was a tremendous amount of interest, so
the conflict over Fusion Festival became a nationwide issue, with coverage
in almost all relevant media. Thanks to the media attention, our unwavering
resistance, and the solidarity of an incredible number of people and
organisations from all over the country, we were able to fend off this
police intervention.

We were ourselves taken aback by how widely the public took up the issue,
along with the questions: How can fundamental rights and freedoms be
defended? How freely do we want to live? And how can we impose limits on
the growing obsession with surveillance? The petition against the police
intervention was signed by over 130,000 people and countless organisations
in the space of just 10 days. And that's the story of how a cultural
festival won a battle to assert fundamental rights and freedoms and to
resist the expansion of state control and surveillance.

Of course, we are still left with the question of what got the
Neubrandenburg Chief of Police so riled up and why he took it so far. Was
it a deliberate political attack to subdue a left-wing network? Was it a
logical error by the police who, ignoring Fusion's history, couldn't
imagine a society of 80,000 people taking personal responsibility for their
own and each other's safety and welfare and partying without police
supervision?

Ultimately, the police accepted the compromise we proposed in November,
namely a police station on the outskirts of the festival grounds and the
assurance that they would have access solely with specific cause. As such,
the police saw for themselves that Fusion, with its 10,000 collaborators,
is indeed capable of staging such a large event independently, safely and
without police presence. The compromise that was negotiated ultimately led
to constructive and transparent cooperation with the police. We therefore
assume that this has clarified the basis for further positive cooperation
on the festival in years to come.

In the end, this conflict made the "police Fusion" into a very special
festival. For one thing, the established theme of "police and surveillance"
was critically addressed in countless performances, artworks and talks. But
beyond that, this stark and sudden realisation that the future of Fusion
cannot be taken for granted, has strengthened many people's emotional ties
and, we suspect, further heightened people's appreciation of the festival's
ideals. This was clearly noticeable, for example, in the pronounced
awareness that festival guests showed in their encounters and interactions
with one another. Looking out for other people, which has always been part
of the Fusion culture, was taken one step further. It was also evident to
everyone that more thought was put into minimising and disposing of waste
across the entire site. We've never seen Fusion cleaner!

Yes, consciousness has taken a noticeable step forward in our parallel
society of holiday communism. But what about the world out there, where we
are forced to return to after leaving our hedonistic bubble? It's a pretty
fucked up situation out there and the outlook is only getting bleaker!

This is not the place to list all the fires that are burning or detail the
current wretched state of our world, our society, our environment and our
future. But we do want to make it clear that Fusion's political relevance,
as a melting pot of left-wing utopias, will not be judged by how we
construct a temporary parallel society and celebrate it together in five
days of party utopia. It will be judged by how we get up off our asses in
the outside world and oppose the ever-mounting insanity, how we organise
resistance to avert the impending nightmare! These are the crucial
challenges that each and every one of us must stand up and face!

Getting back to the summary of Fusion 2019, there are a few points we would
like to briefly address:

#Death of a festival guest on Sunday
The importance of looking after oneself and each other to ensure the
physical safety and security of all Fusionists was demonstrated in the most
tragic of circumstances on Sunday, when a Fusionist was found by his
friends in his tent deceased. Nobody was aware of his passing, and it is
unlikely that anyone could have prevented it or has any reason to feel
culpable; but nonetheless it happened. We don't know the cause of death.
Any third-party involvement has been ruled out and we would discourage
anyone from engaging in unnecessary speculation.

Naturally, this came as a shock to us, and even more so to his friends. We
had to tackle this situation in cooperation with the paramedics and the
police, then we had to start coming to terms with the fact that someone had
died, that we cannot entirely rule out the possibility of someone dying at
our festival.

At 6 p.m. on Sunday we stopped the music at the festival for 15 minutes to
bring everything to a standstill and, for a short time at least, allow
everyone to pause and reflect.

We should all understand this death as a reminder to watch out for each
other as best we can, to be attentive and to react when we see or hear that
someone is not well or something is wrong.

# No shirt no problem
The "no shirt no service" campaign, which already made waves in 2018, was a
controversial subject again this year. As well as bars and garbage
stations, the issue has spread to other areas, including some of the
toilets. We respect the fact that some of our working groups feel the need
to address male privileges through this campaign. We do not intend to get
actively involved in the discussion this year either; we would refer you
again to the relevant thread in the Fusion Forum
(viewtopic.php?f=34&t=26978&sid=a38fc815 ... 82b99200ea)
and to the statement we posted here last year
(viewtopic.php?f=32&t=23285&sid=a38fc815 ... 80#p103946).

One thing we do expect, is for this campaign to remain within the bounds of
meaningfully educating and informing people. We believe these bounds have
been crossed if, for instance, men without shirts are denied access to
toilets or denied the deposit they are entitled to when dropping off their
garbage bags.

We would ask everyone engaged in this debate to remain constructive and to
keep the values of Fusion in mind – it should be a matter of building
awareness. We as Kulturkosmos do not regard aggressive displays of power as
helpful – no one needs to play the pumped dude, or dudette!

# Aggressive bottle collectors
The numerous complaints again this year in the Fusion Forum
(viewtopic.php?f=34&t=26954&sid=a38fc815 ... 82b99200ea)
about people unscrupulously collecting deposit bottles (Pfand) have made us
face the fact that we will have to confront such activity in the future.
Nobody has a problem with people collecting bottles that have been left
lying around or forgotten. But anyone who steals other people's deposit
bottles, causes a nuisance by scouring the dancefloor with a flashlight, or
otherwise clearly doesn't know or respect the rules of the game will be
warned by security and, if they still don't get the message, they'll have
to leave the festival. The same applies to everyone.

# Ticket sales for Fusion 2020
As usual, the registration period for Fusion tickets starts on December 1
and ends on December 14 at 23:59. We are leaving the ticket price at €145
(including €10 garbage deposit and €5 postage). Despite the recurring
criticism of a somewhat complex ticket sales system, we are convinced that
a raffle to decide who gets to buy a ticket is the fairest way of
allocating the places available. More and more events with strong demand
are choosing to allocate their tickets through similar systems. Whether
you’re part of a clique or an individual, the chances of success are the
same. A raffle of all completed registrations will be held on December
20th. All winners will have the option to purchase one ticket per ticket
account. Anyone registering with multiple ticket accounts will be
systematically excluded.

So on that note, good luck everybody in the upcoming raffle – we are
already looking forward to a fabulous 23rd Fusion in 2020!
Soldaten sind Mörder

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