Einschlafstrategie

24. bis 28. Juni
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wasauchimmer
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Re: Einschlafstrategie

Beitrag von wasauchimmer »

LaraLara93 hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 14:42
BanananaDance hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 14:01
LaraLara93 hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 13:44

Das sau gefährlich wenn nicht sogar lebensgefährlich, Vomex ist ein Antihistaminika das teilweise besonders mit RC`s wie Mephedrone oder MDMA etc. zu lebensgefährlichen Herz-Kreislauf Problemen führen kann. Bitte informier dich da nochmal bevor du sowas schreibst. Benzos wurden jahrelang erforscht und werden auch im medizinischen Bereich zur Beruhigung bei Überdosierung von Drogen in Kliniken angewendet.
Alles sehr interessant. Könntet ihr Mediziner*innen (und anderen Expert*innen) vielleicht für uns außenstehende Laien bei den genannten Medikamenten bzw Mitteln den handelsüblichen Namen dazuschreiben und ebenso, ob es verschreibungspflichtig ist? Weil es sonst ein Nerd-Talk ist, der der breiten Fusion-Allgemeinheit wenig bringt.
Hier die Infos besonders wichtig im Zusammenhang ist die HWZ, also wie lange ein Stoff im Körper abgebaut wird und die Wirkung auf den Körper. Xanax wirkt nicht nur sedierend was das einschlafen fördert sondern dämpft auch deine Wahrnehmung bzgl. Körperlicher Unruhe und äußeren Einflüssen wie laute Musik und nervige Geräusche außerhalb des Zelts beim einschlafen. Sind alle verschreibungspflichtig.

Schlafmittel / Sedativa nach Stimulanzien (Come-down / Einschlafen)

Wirkstoff | HWZ (ca.) | Wirkung im Come-down | Eignung | Wichtige Risiken
-----------------|------------|------------------------------------------|---------|----------------------------
Xanax (Alprazolam)| 8–15 h | schnelle Angst- & Unruhedämpfung | ⭐⭐⭐⭐ | Rebound, Gedächtnislücken, hohe Gewöhnung
Lorazepam | 10–20 h | gleichmäßige Beruhigung | ⭐⭐⭐ | längere Benommenheit am Folgetag
Clonazepam (Rivotril)| 18–50 h | starke, lange Sedierung | ⭐⭐ | „Hangover“, Kumulation, schwer steuerbar
Triazolam | 2–5 h | reiner Schlafanstoß | ⭐⭐⭐ | wenig Wirkung auf Unruhe, eher nur Einschlafen
Midazolam | 1.5–3 h | sehr starke Sedierung (klinisch) | ⭐⭐ | Amnesie, nicht für Alltag gedacht
Zolpidem | 2–3 h | Schlafanstoß ohne starke Angstlösung | ⭐⭐⭐ | Gedächtnislücken, „komische“ Schlafeffekte
Zopiclon | 5–6 h | Schlafdurchsetzung + Sedierung | ⭐⭐⭐ | Hangover, Gewöhnung möglich

Hier noch die Infos zu Antihistaminika nach Drogenkonsum:

Nach Einschätzung aus der klinischen Toxikologie und Notfallmedizin gelten Antihistaminika wie Diphenhydramin oder Doxylamin in bestimmten Situationen als potenziell lebensgefährlich, insbesondere bei Überdosierung oder im Kontext von Mischkonsum nach stimulierenden Substanzen wie MDMA oder Mephedron. Das Risiko entsteht dabei vor allem durch ein mögliches anticholinerges Toxidrom, das sich in schweren Fällen durch ausgeprägte Verwirrtheit (Delir), Überhitzung (Hyperthermie), Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen äußern kann. In der Notfallmedizin wird dies als potenziell lebensbedrohlicher Zustand eingestuft, insbesondere wenn bereits durch die stimulierenden Substanzen eine zusätzliche Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, der Körpertemperatur und des Flüssigkeitshaushalts besteht.

Im Vergleich dazu werden Benzodiazepine wie Xanax (Alprazolam) oder Lorazepam in der klinischen Praxis häufig als wirksame und gut steuerbare Substanzen zur akuten Beruhigung und Anxiolyse eingesetzt. Sie wirken über das GABA-System zentral dämpfend und können dadurch starke innere Unruhe, Angst und Übererregung zuverlässig reduzieren. Bei sachgerechter Anwendung gelten sie als etablierte Option in der Akutmedizin, insbesondere wenn eine schnelle Sedierung oder anxiolytische Wirkung erforderlich ist.

Der zentrale Unterschied aus Sicht der klinischen Praxis ist daher: Antihistaminika sind im Übermaß eher mit anticholinergen Nebenwirkungen und Delirzuständen verbunden, während Benzodiazepine primär eine gezielte zentrale Dämpfung und Beruhigung vermitteln.

Im Kontext von stimulierenden Substanzen wie MDMA oder Mephedron ist zusätzlich entscheidend, dass der Organismus bereits durch erhöhte Herzfrequenz, Temperatur und neurochemische Aktivierung belastet ist. Beide Substanzklassen können diese Situation subjektiv dämpfen, ohne die zugrunde liegende physiologische Belastung (z. B. Hyperthermie, Kreislaufstress, Dehydrierung) direkt zu beheben, weshalb in der klinischen Bewertung stets der Gesamtzustand des Körpers berücksichtigt werden muss.

Wie ist das in Kombi mit Alkohol? Was anderes nehme ich nicht zu mir, danke euch
holterdipolter
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Re: Einschlafstrategie

Beitrag von holterdipolter »

Benzos niemals mit Alkohol mischen. Ganz, ganz blöde Idee. Wirken beide am gleichen Rezeptor und sind in der Kombi unberechenbar.
Kurumi201
Beiträge: 41
Registriert: Di 21. Jun 2022, 23:32

Re: Einschlafstrategie

Beitrag von Kurumi201 »

Schlafmaske ist ein Game Changer. Ich habe noch immer meine Noise Cancelling Kopfhörer dabei und höre mir Meditationsmusik an. Dabei kommt der Kopf gut runter und man tendiert dazu einfach wegzudämmern.
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wasauchimmer
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Re: Einschlafstrategie

Beitrag von wasauchimmer »

holterdipolter hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 19:12 Benzos niemals mit Alkohol mischen. Ganz, ganz blöde Idee. Wirken beide am gleichen Rezeptor und sind in der Kombi unberechenbar.
Danke dir / bei antihistaminika auch so?
JuV
Beiträge: 25
Registriert: Mo 6. Jun 2022, 22:51

Re: Einschlafstrategie

Beitrag von JuV »

Mir hilft Masturbation. Kost nix, keine Nebenwirkungen, brauch ich vorher nicht Chemie studieren.
Igormeure
Beiträge: 1
Registriert: Mi 10. Jun 2026, 19:13

Re: Einschlafstrategie

Beitrag von Igormeure »

@LaraLara93

Vielen Dank für deine Aufklärung. Ich denke jedoch, dass eine Differenzierung des Kontextes wichtig ist. Denn Benzos sind nicht in jedem Fall den Antihistminika überlegen.

Das Risiko eines anticholinergen oder eines Serotonin Snydroms ist meines Wissens nach abhängig von der Konzentration von bspw MDMA und Diphenhydramim (DPH) im Plasma. Eine gleichzeitige Einnahme und/oder eine Einmahme hoher Dosen von einer oder beider Substanzen hat also das höchste Risiko für gesundheitliche Schäden. Davon ist also abzuraten. Wenn der MDMA Komsum aber nicht übertrieben wurde und einige Stunden zurückliegt, dann sinkt auch das Risiko, oder?

Benzos hingegen haben ihr eigenes Risikoprofil. Wie von anderen bereits erwähnt, besteht u. a. eine Wechselwirkung mit Alkohol, die atemdepressiv wirken kann. Natürlich sind sie im klinischen Kontext bei bspw MDMA Intoxikation indiziert, während DPH kontraindiziert wäre. Aber das ist ja nicht die einzige Situation, in der man ein Schlafmittel nehmen möchte.

Tatsächlich werden in den allermeisten schlaflosen Momenten außerhalb der Fusion bzw Festivals Benzos kontraindiziert sein. Und wenn doch eine Indikation besteht, so muss diese ärztlich gestellt und begleitet werden und nicht in Eigentherapie erfolgen. Denn ein Risiko, das Benzos haben und Antihistaminika nicht: sie haben ein hohes Abhängigkeitspotential.

Ich denke, wenn man Fachwissen hat, sollte man gerade im Internet sehr differenziert bleiben. Am Ende sollte nicht hängen bleiben: Benzos safe und gut, Antihistaminika gefährlich!
holterdipolter
Beiträge: 403
Registriert: So 7. Apr 2019, 05:49

Re: Einschlafstrategie

Beitrag von holterdipolter »

wasauchimmer hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 19:42
holterdipolter hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 19:12 Benzos niemals mit Alkohol mischen. Ganz, ganz blöde Idee. Wirken beide am gleichen Rezeptor und sind in der Kombi unberechenbar.
Danke dir / bei antihistaminika auch so?
Kann ich nicht beurteilen. Vor Ort bei der Eclipse kriegst du eventuell bessere Infos, die haben immer so große Poster da hängen mit Hinweisen auf Wechselwirkung
knallern123
Beiträge: 71
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Re: Einschlafstrategie

Beitrag von knallern123 »

wie gesagt nehme ich seit 5 jahren zum schlafengehen 1 reisetablette. esse davor oftmals noch was oder habe jedenfalls nicht direkt davor noch „nachgelegt“, sondern der konsum ist bereits ausgeklungen oder klingt aus. nehme immer nur 1 tablette und habe davon gar keine nebenwirkungen. schlafe durch und wache normal auf ohne komisches gefühl. habe das durch einen freund „empfohlen“ bekommen und kriege nur so genug schlaf und das hängt nicht mit übertriebenem konsum zusammen, sondern einfach an dem generellen umstand eines festivals (laut, warm/kalt, zelt bla)
knallern123
Beiträge: 71
Registriert: So 14. Apr 2024, 12:59

Re: Einschlafstrategie

Beitrag von knallern123 »

wenn ich höre, dass sich eher benzos reingehaun werden oder leute gar nicht pennen, frag ich mich was hier das kleinere übel ist tbh :shock:
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