Die kreativen Beiträge der Besucher sind doch Teil des Ganzen und machen ein Stück weit auch die Magie aus. Das ist alles andere als Arroganz. Womöglich ist es eher arrogant, Anderen ihre Art der Teilnahme verbieten zu wollen. Die Grenze kann doch nur sein, wenn die eigene Handlungsfreiheit auf Kosten Anderer geht. Dazu zählt sicherlich nicht ein objektiv nicht nachvollziehbares "Ich fühle mich gestört", aber sicherlich ein sich und andere gefährdendes Verhalten.Rocklike8542 hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 11:37 Schlagt mich auch, aber ich finde diese Sticks mega arrogant. Da wird monatelang eine Bühne vorbereitet, und irgendwie Leute denken, sie seien so wichtig, dass sie diese Arbeit als Kulisse für ihr eigenes Werk verwenden und anderen Leuten dem Blick versperren können. Ich finde es sehr entitled und unterstütze es, zumindest eine Bühne zu haben, wo Mensch seine Ruhe davon haben kann. Und die Sicherheitswarnung der Crews infrage zu stellen finde ich ebenso arrogant.
So, hab meiner Wut Luft gemacht, möge das einschlagen auf mich beginnen.
Ravesticks auf der Tanzwüste
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sirdidimus
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Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
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Rocklike8542
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Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Ob die Beiträge der Besucher*innen Teil des Ganzen und ein Stück der Magie ausmachen, ist Ansichtssache, ich finde das nicht. Ich persönlich möchte gerne die Arbeit der Künstler*innen, die die Fusion monatelang vorbereiten, sehen. Dabei werde ich von den teils 50+ Ravesticks auf einem Floor deutlich eingeschränkt (genauso übrigens wie von Menschen, die direkt vor mir andere Menschen auf die Schultern nehmen). Ich finde das durchaus rücksichtslos und es geht definitiv auf meine Kosten. Ein nur subjektives "Ich fühle mich gestört" gehört da auch respektiert, wenn du wirklich der Meinung bist, dass jede Störung, jeder Übergriff immer objektiv nachvollziehbar sein muss, finde ich, dass du nochmal über deine Einstellung nachdenken solltest (insbesondere, wenn es um wichtigere Themen als die Ravesticks geht).sirdidimus hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 12:45Die kreativen Beiträge der Besucher sind doch Teil des Ganzen und machen ein Stück weit auch die Magie aus. Das ist alles andere als Arroganz. Womöglich ist es eher arrogant, Anderen ihre Art der Teilnahme verbieten zu wollen. Die Grenze kann doch nur sein, wenn die eigene Handlungsfreiheit auf Kosten Anderer geht. Dazu zählt sicherlich nicht ein objektiv nicht nachvollziehbares "Ich fühle mich gestört", aber sicherlich ein sich und andere gefährdendes Verhalten.Rocklike8542 hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 11:37 Schlagt mich auch, aber ich finde diese Sticks mega arrogant. Da wird monatelang eine Bühne vorbereitet, und irgendwie Leute denken, sie seien so wichtig, dass sie diese Arbeit als Kulisse für ihr eigenes Werk verwenden und anderen Leuten dem Blick versperren können. Ich finde es sehr entitled und unterstütze es, zumindest eine Bühne zu haben, wo Mensch seine Ruhe davon haben kann. Und die Sicherheitswarnung der Crews infrage zu stellen finde ich ebenso arrogant.
So, hab meiner Wut Luft gemacht, möge das einschlagen auf mich beginnen.
Was Gefahren angeht sind wir offensichtlich einer Meinung, darauf gehe ich deshalb nicht weiter ein.
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Raketenstart18h
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Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Das ist deine persönliche Meinung. Ich beispielsweise sehe aufwendige Ravesticks durchaus als Kunst und freue mich, diese zu sehen. So ist das in einer Meinungspluralität und bis dato war hier immer das Motto möglichst wenig auf der Fusion zu verbieten - deshalb irritiert der Sonderweg der Tanzwüste etwas und kann doch auch kritisch diskutiert werden.
Dass Gefahren minimiert werden sollten steht natürlich außer Frage, aber das ist gar nicht die einzige Arbumentationslinie der Crew.
Dass Gefahren minimiert werden sollten steht natürlich außer Frage, aber das ist gar nicht die einzige Arbumentationslinie der Crew.
Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Es wird doch überhaupt nichts verboten. Es wird in einem Forum, in dem vermutlich keine 100 Leute zuschauen, darum GEBETEN, etwas zugunsten der Allgemeinheit nicht zu tun. Man kann diese Bitte selbstverständlich abschlagen; zu dieser Entscheidung sollte man dann aber m.E. auch genauso stehen und den moralischen Trouble, den man durch diese Ehrlichkeit sich selbst gegenüber dann hat, aushalten. Anstatt sich hinter der populären Klage "Cancel Culture!" zu verstecken, weil einen jemand auf etwas Berechtigtes hinweist und man diesen Hinweis nicht erträgt.Raketenstart18h hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 20:56 Das ist deine persönliche Meinung. Ich beispielsweise sehe aufwendige Ravesticks durchaus als Kunst und freue mich, diese zu sehen. So ist das in einer Meinungspluralität und bis dato war hier immer das Motto möglichst wenig auf der Fusion zu verbieten - deshalb irritiert der Sonderweg der Tanzwüste etwas und kann doch auch kritisch diskutiert werden.
Dass Gefahren minimiert werden sollten steht natürlich außer Frage, aber das ist gar nicht die einzige Arbumentationslinie der Crew.
Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Versteh ich auch nicht so ganz. Die Tanzwüsten Crew bittet darum (über Umwege im Forum/im Newsletter vielleicht besser platziert?) ,
ausführlich begründet & nachvollziehbar dort keine Ravesticks mit hin zu nehmen bzw. in den Boden zu rammen. Und die Reaktion ist: Ich will aber!
Überall Verbote!!1! Ein bisschen, wie die Fahrrad Diskussion. Funktioniert dann trotzdem gut...
ausführlich begründet & nachvollziehbar dort keine Ravesticks mit hin zu nehmen bzw. in den Boden zu rammen. Und die Reaktion ist: Ich will aber!
Überall Verbote!!1! Ein bisschen, wie die Fahrrad Diskussion. Funktioniert dann trotzdem gut...
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sirdidimus
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Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Es ist schon bemerkenswert, welche Schlüsse Du aus meinem Beitrag ziehst. Viele Besucher sind mit ihren Totems auch kleine Künstler und können sich ebenfalls monatelang mit der Umsetzung ihrer Ideen auseinandersetzen. Neben der praktischen Möglichkeit, die eigene Clique schnell wieder zusammenzuführen, sind diese Dinger oft wunderschöne Blickfänge. Bei Konzerten stören mich auch die geschulterten Menschen, aber oftmals sitzen oben die kleineren Menschen für kurze Zeit, die ansonsten zwischen all den größeren nichts sehen. Ich gönne ihnen das und kann damit leben. Mich stören auch die naturgroßen Menschen vor meiner Nase. Komischerweise werde ich immer ausgelacht, wenn ich die darum bitte, doch bitte ganz nach hinten zu gehen. Letztens hatte mir doch glatt einer gesagt, dreh Dich doch in eine andere Richtung, wir sind hier aufm Floor, da gibts keine vorne. Wir wollen tanzen und nicht den Vogel hinterm Pult angaffen. War jetzt natürlich erfunden, ist aber was dran.Rocklike8542 hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 20:41Ob die Beiträge der Besucher*innen Teil des Ganzen und ein Stück der Magie ausmachen, ist Ansichtssache, ich finde das nicht. Ich persönlich möchte gerne die Arbeit der Künstler*innen, die die Fusion monatelang vorbereiten, sehen. Dabei werde ich von den teils 50+ Ravesticks auf einem Floor deutlich eingeschränkt (genauso übrigens wie von Menschen, die direkt vor mir andere Menschen auf die Schultern nehmen). Ich finde das durchaus rücksichtslos und es geht definitiv auf meine Kosten. Ein nur subjektives "Ich fühle mich gestört" gehört da auch respektiert, wenn du wirklich der Meinung bist, dass jede Störung, jeder Übergriff immer objektiv nachvollziehbar sein muss, finde ich, dass du nochmal über deine Einstellung nachdenken solltest (insbesondere, wenn es um wichtigere Themen als die Ravesticks geht).sirdidimus hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 12:45Die kreativen Beiträge der Besucher sind doch Teil des Ganzen und machen ein Stück weit auch die Magie aus. Das ist alles andere als Arroganz. Womöglich ist es eher arrogant, Anderen ihre Art der Teilnahme verbieten zu wollen. Die Grenze kann doch nur sein, wenn die eigene Handlungsfreiheit auf Kosten Anderer geht. Dazu zählt sicherlich nicht ein objektiv nicht nachvollziehbares "Ich fühle mich gestört", aber sicherlich ein sich und andere gefährdendes Verhalten.Rocklike8542 hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 11:37 Schlagt mich auch, aber ich finde diese Sticks mega arrogant. Da wird monatelang eine Bühne vorbereitet, und irgendwie Leute denken, sie seien so wichtig, dass sie diese Arbeit als Kulisse für ihr eigenes Werk verwenden und anderen Leuten dem Blick versperren können. Ich finde es sehr entitled und unterstütze es, zumindest eine Bühne zu haben, wo Mensch seine Ruhe davon haben kann. Und die Sicherheitswarnung der Crews infrage zu stellen finde ich ebenso arrogant.
So, hab meiner Wut Luft gemacht, möge das einschlagen auf mich beginnen.
Was Gefahren angeht sind wir offensichtlich einer Meinung, darauf gehe ich deshalb nicht weiter ein.
Deine Übertragung auf andere Themen, sprich übergriffiges Verhalten, bringt einen neuen Aspekt, der aber gottseidank nichts mit meiner Aussage zu den Totems zu tun hat. Auch hier kann man objektiv urteilen und kommt hoffentlich schnell zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz zum Mitführen eines Totems hier durchaus die berechtigten Interessen anderer zum tragen kommen.
Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
sirdidimus hat geschrieben: Mo 15. Jun 2026, 00:25Es ist schon bemerkenswert, welche Schlüsse Du aus meinem Beitrag ziehst. Viele Besucher sind mit ihren Totems auch kleine Künstler und können sich ebenfalls monatelang mit der Umsetzung ihrer Ideen auseinandersetzen. Neben der praktischen Möglichkeit, die eigene Clique schnell wieder zusammenzuführen, sind diese Dinger oft wunderschöne Blickfänge. Bei Konzerten stören mich auch die geschulterten Menschen, aber oftmals sitzen oben die kleineren Menschen für kurze Zeit, die ansonsten zwischen all den größeren nichts sehen. Ich gönne ihnen das und kann damit leben. Mich stören auch die naturgroßen Menschen vor meiner Nase. Komischerweise werde ich immer ausgelacht, wenn ich die darum bitte, doch bitte ganz nach hinten zu gehen. Letztens hatte mir doch glatt einer gesagt, dreh Dich doch in eine andere Richtung, wir sind hier aufm Floor, da gibts keine vorne. Wir wollen tanzen und nicht den Vogel hinterm Pult angaffen. War jetzt natürlich erfunden, ist aber was dran.Rocklike8542 hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 20:41Ob die Beiträge der Besucher*innen Teil des Ganzen und ein Stück der Magie ausmachen, ist Ansichtssache, ich finde das nicht. Ich persönlich möchte gerne die Arbeit der Künstler*innen, die die Fusion monatelang vorbereiten, sehen. Dabei werde ich von den teils 50+ Ravesticks auf einem Floor deutlich eingeschränkt (genauso übrigens wie von Menschen, die direkt vor mir andere Menschen auf die Schultern nehmen). Ich finde das durchaus rücksichtslos und es geht definitiv auf meine Kosten. Ein nur subjektives "Ich fühle mich gestört" gehört da auch respektiert, wenn du wirklich der Meinung bist, dass jede Störung, jeder Übergriff immer objektiv nachvollziehbar sein muss, finde ich, dass du nochmal über deine Einstellung nachdenken solltest (insbesondere, wenn es um wichtigere Themen als die Ravesticks geht).sirdidimus hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 12:45
Die kreativen Beiträge der Besucher sind doch Teil des Ganzen und machen ein Stück weit auch die Magie aus. Das ist alles andere als Arroganz. Womöglich ist es eher arrogant, Anderen ihre Art der Teilnahme verbieten zu wollen. Die Grenze kann doch nur sein, wenn die eigene Handlungsfreiheit auf Kosten Anderer geht. Dazu zählt sicherlich nicht ein objektiv nicht nachvollziehbares "Ich fühle mich gestört", aber sicherlich ein sich und andere gefährdendes Verhalten.
Was Gefahren angeht sind wir offensichtlich einer Meinung, darauf gehe ich deshalb nicht weiter ein.
Deine Übertragung auf andere Themen, sprich übergriffiges Verhalten, bringt einen neuen Aspekt, der aber gottseidank nichts mit meiner Aussage zu den Totems zu tun hat. Auch hier kann man objektiv urteilen und kommt hoffentlich schnell zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz zum Mitführen eines Totems hier durchaus die berechtigten Interessen anderer zum tragen kommen.
Die Tanzwüsten-Crew hat eine ganz einfache, höfliche Bitte mitgeteilt, da sie für die Sicherheit der Besuchenden und die Funktionsfähigkeit der Technik zuständig ist. Das nicht auszuhalten und daraus nun sowas wie wie einen identitätspolitischen Kleinkrieg zwischen Hobby-Künstlern, großen Menschen und Menschen auf Schultern zu machen, spiegelt den kümmerlichen Zustand der Gesellschaft ziemlich gut. Zum Glück spielen die inhaltlichen Diskussionen in diesem Forum in der Regel eh keine Rolle eh keine Rolle für das Festival und das Miteinander, was dort zelebriert wird.
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iliailitsch
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Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Mhm, ich fange vielleicht mal vom Ende her an, und würde mir bedeutend weniger Feierstäbe auf der Fusion wünschen ☹
Es wurde ja schon gesagt, dass der Feierstock einerseits einfach nur die Funktion eines mobilen Treffpunktes hat, andererseits ist er eben auch ein mobiles Kunstobjekt. Ich fange mal mit dem Kunstobjekt an: Ich denke dieses Kunstobjekt ist ästhetisch so etwas wie ein Windspiel – mobile Kunst -, da ja einerseits durch die Stange das Objekt selber durch die Gegend getragen werden kann, und daher diese Kunst keinen festen Raum, oder Platz hat, sondern überall präsentiert wird, bzw. mittlerweile regelrecht hingestellt wird ( die Dinger haben ja jetzt sogar einen Standfuß den man in die Erde rammen kann) und wenn es richtig ausgefeilt ist, sich andererseits das auf der Stange montierte Objekt ebenfalls bewegt, dynamisch ist, es dreht sich, flattert, häufig blinkt es oder hat sonstwas für Effekte, und es hat oft keinen spezifischen Inhalt, sondern besteht häufig nur aus Farbe und Form – man könnte schon was sagen es ist abstrakte Kunst. Fakt ist jedenfalls das es sehr aufwendig und mit viel Liebe und Geschick produziert wird. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist, dass durch die Gesellschaft in der wir leben, aber vor allem durch die Fusion selbst angeregt – der sicherlich unter anderem ein Kunstraum ist – jetzt jede(r) zur / zum Künstler(in) werden will oder besser wird. Die Kunst wird auf der Fusion zum Massenphänomen, das Leben ist Kunst, jeder Mensch ist Künstler(in), auch die Besucher:innen wollen irgendwie aktiv am Kunstkosmos teilhaben, und ihre Kunst präsentieren, jede(r) braucht jetzt ein Kunstobjekt oder möchte künstlerisches Subjekt sein usw. und so fort. Und da Kunst nun mal häufig in Nachahmung besteht, früher Nachahmung der Natur, heute Nachahmung anderer Künstler:innen oder Kunstobjekte, führt das dazu, das sich bestimmte dominante Kunstformen herausbilden, wie zum Beispiel die mit den Feierstöcken. Und da bin ich dann schon bei einem grundsätzlichem Problem:
Wer letztes Jahr am Freitag oder Samstag nach Sonnenuntergang auf der Turmbühne war, weiß ganz sicher, dass diese Feierlatten ein Ausmaß angenommen haben, was einfach nicht anders als mit dominant bzw. beherrschende Kunstform beschrieben werden kann. Die Ästhetik der Turmbühne bestand eigentlich nur noch und ausschließlich aus diesen Feierstäben – es waren bestimmt mindestens 200 blinkende, drehende etc. pp. Feierstäbe sichtbar – und das ist eine sehr geringe Schätzung, die Turmbühne war ein regelrechtes Meer von diesen Stöcken. Und da diese Stangen ja auch mobil sind, ist es sehr wahrscheinlich – da wie gesagt die Masse an Feierstöcken extrem zugenommen hat –, dass ich genau dieselbe Feierstockästhetik auch auf jedem anderen Floor sehe. Denn durch die aufwendige und mit viel Liebe und Kreativität vorgenommene Gestaltung der Stöcke, überlagert diese ganz locker und easy das ästhetische Raumkonzept eines Floors. Und da muss ich sagen, das zerstört dann einfach die Vielfalt an unterschiedlichen visuellen, künstlerischen Stillrichtungen und Ausdrucksformen, die man auf den unterschiedlichen Floors ja erleben soll und auch will – deswegen wechselt man ja die Location. Jedenfalls möchte ja auf jedem Floor nicht überall dasselbe sehen, sondern eigentlich immer irgendwas anders wahrnehmen, erfahren, erleben und auch schön finden bzw. schön finden dürfen, weil eben auch Raum für etwas anderes Schönes – außer den Feierstöcken - da ist.
Das ist für mich vielleicht erstmal so ein grundsätzlicher Aspekt, warum ich nicht unbedingt ein großer Fan von den Feierstöcken bin, neben anderen, die ich jetzt mal nur so kurz anreiße – wie zum Beispiel das die Dinger sich auch eben mit anderen menschlichen Ausdrucksformen nicht unbedingt vertragen, wenn sie so massenhaft auftreten, wie in den letzten Jahren, wie z.B. eben dem Tanzen auf der Tanzfläche, den die Leute stehen ja da einfach mitten auf der Tanzfläche steif rum, da irgendjemand diese mitunter riesigen, zyklopenhaften Feierstöcke ja festhalten muss, um den Treffpunkt zu markieren, wobei das schon fast gar kein Treffpunkt mehr ist, sondern so eine Art Claim oder Besitz auf der Tanzfläche den man sich da markiert oder absteckt usw. und so fort. Na ja, soviel dazu. Ach so, zu guter letzt, wenn jetzt eine Crew dann eben ansagt, sie möchte eben keine Feierstöcke auf ihrem Floor, dann denke ich, sollte man das einfach respektieren.
So long.
Es wurde ja schon gesagt, dass der Feierstock einerseits einfach nur die Funktion eines mobilen Treffpunktes hat, andererseits ist er eben auch ein mobiles Kunstobjekt. Ich fange mal mit dem Kunstobjekt an: Ich denke dieses Kunstobjekt ist ästhetisch so etwas wie ein Windspiel – mobile Kunst -, da ja einerseits durch die Stange das Objekt selber durch die Gegend getragen werden kann, und daher diese Kunst keinen festen Raum, oder Platz hat, sondern überall präsentiert wird, bzw. mittlerweile regelrecht hingestellt wird ( die Dinger haben ja jetzt sogar einen Standfuß den man in die Erde rammen kann) und wenn es richtig ausgefeilt ist, sich andererseits das auf der Stange montierte Objekt ebenfalls bewegt, dynamisch ist, es dreht sich, flattert, häufig blinkt es oder hat sonstwas für Effekte, und es hat oft keinen spezifischen Inhalt, sondern besteht häufig nur aus Farbe und Form – man könnte schon was sagen es ist abstrakte Kunst. Fakt ist jedenfalls das es sehr aufwendig und mit viel Liebe und Geschick produziert wird. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist, dass durch die Gesellschaft in der wir leben, aber vor allem durch die Fusion selbst angeregt – der sicherlich unter anderem ein Kunstraum ist – jetzt jede(r) zur / zum Künstler(in) werden will oder besser wird. Die Kunst wird auf der Fusion zum Massenphänomen, das Leben ist Kunst, jeder Mensch ist Künstler(in), auch die Besucher:innen wollen irgendwie aktiv am Kunstkosmos teilhaben, und ihre Kunst präsentieren, jede(r) braucht jetzt ein Kunstobjekt oder möchte künstlerisches Subjekt sein usw. und so fort. Und da Kunst nun mal häufig in Nachahmung besteht, früher Nachahmung der Natur, heute Nachahmung anderer Künstler:innen oder Kunstobjekte, führt das dazu, das sich bestimmte dominante Kunstformen herausbilden, wie zum Beispiel die mit den Feierstöcken. Und da bin ich dann schon bei einem grundsätzlichem Problem:
Wer letztes Jahr am Freitag oder Samstag nach Sonnenuntergang auf der Turmbühne war, weiß ganz sicher, dass diese Feierlatten ein Ausmaß angenommen haben, was einfach nicht anders als mit dominant bzw. beherrschende Kunstform beschrieben werden kann. Die Ästhetik der Turmbühne bestand eigentlich nur noch und ausschließlich aus diesen Feierstäben – es waren bestimmt mindestens 200 blinkende, drehende etc. pp. Feierstäbe sichtbar – und das ist eine sehr geringe Schätzung, die Turmbühne war ein regelrechtes Meer von diesen Stöcken. Und da diese Stangen ja auch mobil sind, ist es sehr wahrscheinlich – da wie gesagt die Masse an Feierstöcken extrem zugenommen hat –, dass ich genau dieselbe Feierstockästhetik auch auf jedem anderen Floor sehe. Denn durch die aufwendige und mit viel Liebe und Kreativität vorgenommene Gestaltung der Stöcke, überlagert diese ganz locker und easy das ästhetische Raumkonzept eines Floors. Und da muss ich sagen, das zerstört dann einfach die Vielfalt an unterschiedlichen visuellen, künstlerischen Stillrichtungen und Ausdrucksformen, die man auf den unterschiedlichen Floors ja erleben soll und auch will – deswegen wechselt man ja die Location. Jedenfalls möchte ja auf jedem Floor nicht überall dasselbe sehen, sondern eigentlich immer irgendwas anders wahrnehmen, erfahren, erleben und auch schön finden bzw. schön finden dürfen, weil eben auch Raum für etwas anderes Schönes – außer den Feierstöcken - da ist.
Das ist für mich vielleicht erstmal so ein grundsätzlicher Aspekt, warum ich nicht unbedingt ein großer Fan von den Feierstöcken bin, neben anderen, die ich jetzt mal nur so kurz anreiße – wie zum Beispiel das die Dinger sich auch eben mit anderen menschlichen Ausdrucksformen nicht unbedingt vertragen, wenn sie so massenhaft auftreten, wie in den letzten Jahren, wie z.B. eben dem Tanzen auf der Tanzfläche, den die Leute stehen ja da einfach mitten auf der Tanzfläche steif rum, da irgendjemand diese mitunter riesigen, zyklopenhaften Feierstöcke ja festhalten muss, um den Treffpunkt zu markieren, wobei das schon fast gar kein Treffpunkt mehr ist, sondern so eine Art Claim oder Besitz auf der Tanzfläche den man sich da markiert oder absteckt usw. und so fort. Na ja, soviel dazu. Ach so, zu guter letzt, wenn jetzt eine Crew dann eben ansagt, sie möchte eben keine Feierstöcke auf ihrem Floor, dann denke ich, sollte man das einfach respektieren.
So long.
"One day there will be no borders, no boundaries, no flags and no countries and the only passport will be the heart."
– Carlos Santana
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extraterrestrial
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Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Als Ravestick Träger: ich finde die grundsätzliche Info hilfreich und die Bitte der Crew freundlich formuliert. Mindestens die Erdspieße sollte man lassen, da gibt's auf mehreren Ebenen Verletzungsgefahr. Und wenn man ein besonders hohes Totem hat, nach oben einfach aufpassen.
Die Tanzwüsteninstallation sind natürlich hammer - mit und ohne Totems. Denn als Gruppe wüsste ich nicht was wir jetzt machen sollen. Einer bleibt mit dem Stick am Rand? Einfach irgendwo gegen lehnen und hoffen, dass nichts kaputt geht? Bei einem Verbot würden wir der Einfachheit halber die stage wohl überspringen.
Die Tanzwüsteninstallation sind natürlich hammer - mit und ohne Totems. Denn als Gruppe wüsste ich nicht was wir jetzt machen sollen. Einer bleibt mit dem Stick am Rand? Einfach irgendwo gegen lehnen und hoffen, dass nichts kaputt geht? Bei einem Verbot würden wir der Einfachheit halber die stage wohl überspringen.
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sirdidimus
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Re: Ravesticks auf der Tanzwüste
Ich finde die Bitten der Tanzwüsten-Crew nachvollziehbar und absolut berechtigt.Knülli hat geschrieben: Mo 15. Jun 2026, 08:29sirdidimus hat geschrieben: Mo 15. Jun 2026, 00:25Es ist schon bemerkenswert, welche Schlüsse Du aus meinem Beitrag ziehst. Viele Besucher sind mit ihren Totems auch kleine Künstler und können sich ebenfalls monatelang mit der Umsetzung ihrer Ideen auseinandersetzen. Neben der praktischen Möglichkeit, die eigene Clique schnell wieder zusammenzuführen, sind diese Dinger oft wunderschöne Blickfänge. Bei Konzerten stören mich auch die geschulterten Menschen, aber oftmals sitzen oben die kleineren Menschen für kurze Zeit, die ansonsten zwischen all den größeren nichts sehen. Ich gönne ihnen das und kann damit leben. Mich stören auch die naturgroßen Menschen vor meiner Nase. Komischerweise werde ich immer ausgelacht, wenn ich die darum bitte, doch bitte ganz nach hinten zu gehen. Letztens hatte mir doch glatt einer gesagt, dreh Dich doch in eine andere Richtung, wir sind hier aufm Floor, da gibts keine vorne. Wir wollen tanzen und nicht den Vogel hinterm Pult angaffen. War jetzt natürlich erfunden, ist aber was dran.Rocklike8542 hat geschrieben: So 14. Jun 2026, 20:41
Ob die Beiträge der Besucher*innen Teil des Ganzen und ein Stück der Magie ausmachen, ist Ansichtssache, ich finde das nicht. Ich persönlich möchte gerne die Arbeit der Künstler*innen, die die Fusion monatelang vorbereiten, sehen. Dabei werde ich von den teils 50+ Ravesticks auf einem Floor deutlich eingeschränkt (genauso übrigens wie von Menschen, die direkt vor mir andere Menschen auf die Schultern nehmen). Ich finde das durchaus rücksichtslos und es geht definitiv auf meine Kosten. Ein nur subjektives "Ich fühle mich gestört" gehört da auch respektiert, wenn du wirklich der Meinung bist, dass jede Störung, jeder Übergriff immer objektiv nachvollziehbar sein muss, finde ich, dass du nochmal über deine Einstellung nachdenken solltest (insbesondere, wenn es um wichtigere Themen als die Ravesticks geht).
Was Gefahren angeht sind wir offensichtlich einer Meinung, darauf gehe ich deshalb nicht weiter ein.
Deine Übertragung auf andere Themen, sprich übergriffiges Verhalten, bringt einen neuen Aspekt, der aber gottseidank nichts mit meiner Aussage zu den Totems zu tun hat. Auch hier kann man objektiv urteilen und kommt hoffentlich schnell zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz zum Mitführen eines Totems hier durchaus die berechtigten Interessen anderer zum tragen kommen.
Die Tanzwüsten-Crew hat eine ganz einfache, höfliche Bitte mitgeteilt, da sie für die Sicherheit der Besuchenden und die Funktionsfähigkeit der Technik zuständig ist. Das nicht auszuhalten und daraus nun sowas wie wie einen identitätspolitischen Kleinkrieg zwischen Hobby-Künstlern, großen Menschen und Menschen auf Schultern zu machen, spiegelt den kümmerlichen Zustand der Gesellschaft ziemlich gut. Zum Glück spielen die inhaltlichen Diskussionen in diesem Forum in der Regel eh keine Rolle eh keine Rolle für das Festival und das Miteinander, was dort zelebriert wird.
Natürlich haben die übergroßen Totems zwischen der tiefhängenden Deko dort nichts zu suchen.
An anderer Stelle liebe ich diese verspielt-aktive Mitgestaltung des Festivals. Für mich ist genauso ok, dass es Leute gibt, die das dargebotene einfach nur passiv konsumieren möchten. Nicht ok finde ich aber die Differenzierung zwischen den offiziellen Beiträgen und denen von Besuchern, als ob es da eine Konkurrenz untereinander gäbe. Ich fürchte, diese Leute können im Zweifelsfall nicht zwischen einem Walking Act und kreativen Teilnehmern unterscheiden (wie würden wohl die Leuchtraupen wahrgenommen werden, die es vor einigen Jahren gab). Als DJ kann ich nur sagen, dass es mir eindeutig mehr Spaß macht, vor einer Crowd mit zig leuchtenden und blinkenden Feierstäben aufzulegen, die Spaß und auch sich selbst feiert, als vor einer dunklen, vor sich hin grummelnden Meute, die mir nur aufs Pult starrt.