Fusion in den sozialen Medien

24. bis 28. Juni
https://tickets.fusion-festival.de

Achtung: Ticketbetrug
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Morricone
Beiträge: 247
Registriert: Do 19. Mai 2022, 15:25

Re: Fusion in den sozialen Medien

Beitrag von Morricone »

Keine Frage, dass man bei dem Thema die Kirche im Dorf lassen sollte und gegen ein Regenbogenfoto hat bestimmt auch niemand was. Aber wenn Leute klar erkennbar und in Großaufnahme auf dem floor abgefilmt werden und so eine Aufnahme unter eigenem Namen auf fb/insta/etc. veröffentlicht wird, ist das eine ganz andere Größenordnung. Und dann muss die betreffende Person ganz einfach damit rechnen, in der selben Öffentlichkeit ordentlich Gegenwind zu bekommen. Schließlich hat er/sie zuerst eine ganze Menge Leute in die Öffentlichkeit gezerrt, ohne deren Einverständnis, von ihnen unwissentlich, ungewollt und unter Missachtung der überall sichtbaren "No photos on the dancefloor"-policy. Würde mich nicht wundern, wenn diese Tafeln sogar auf diversen Aufnahmen sichtbar sind.
Es ist auch kein Vergleich mit den Veröffentlichungen vom Kuko, wo die Bilder idR. stark verfremdet und abstrahiert werden so dass keine Person mehr individuell erkennbar ist.

Wie würdest du selbst mit einem solchen Fall umgehen? Auf sich beruhen lassen und n bisschen "Du du du..."?
Ich finde in manchen Fällen darf man jmd durchaus auch mal ein bisschen nachdrücklicher auf sein offensichtliches Fehlverhalten gegenüber anerkannten Regeln und vor allem gegenüber seinen Mitmenschen aufmerksam machen. Und das ohne gleich als "Denunziant" und "Fusion-Polizei" betitelt zu werden.

Und trotz allen Meinungsunterschieden und Gefühlswallungen bei dem Thema: am Ende Peace ♥️
Knülli
Beiträge: 89
Registriert: So 24. Mai 2026, 12:36

Re: Fusion in den sozialen Medien

Beitrag von Knülli »

Die Leute wollen die Welt brennen sehen. Bei den ganz Rechten ist das tatsächlich auf die Welt als Ganzes bezogen. Andere, wie manche auf der Fusion und hier im Forum, zerstören ihre eigenen Freiräume, indem sie deren Werte mit Füßen treten und gar über diese Werte ablästern. Tanzen, Lächeln, günstiges Essen, gegenseitige Hilfe, ehrenamtliches Engagement und Humanismus nehmen sie mit, aber halten es auch gleichzeitig nicht aus, dass es sowas gibt, und müssen es kaputt machen. In Hoffnung auf eine Gesellschaftsform, in der es diesen Irrsinn nicht mehr gibt. Genau erklären lässt sich das wohl nicht aber erinnert an gewisse Prozesse in den USA
thoerchen
Beiträge: 8
Registriert: Di 5. Jul 2016, 15:14

Re: Fusion in den sozialen Medien

Beitrag von thoerchen »

Angenommen von mir macht Jemand Bild oder Videoaufnahmen und veröffentlicht sie ohne meine Zustimmung, dann möchte ich selbst entscheiden, wie ich mit der Situation umgehe - ignorieren, bitte um Löschung, Anwaltlich vorgehen - was ich aber wirklich nicht möchte, ist das Jemand anders, den ich nicht kenne oder den ich gar nicht darum gebeten habe, eine Art "Selbstjustiz" zu betreiben und in meinem Namen Leute bedrängt.

Also ich bin der Boss von meinem Gesicht auf den Fotos, ich bin Rechteinhaber - NICHT die Leute:

- die unerlaubt/ungefragt posten
- und nicht die Leute die losziehen und vermeintlich/ohne Mandat in meinem Namen fragwürdige Dinge tun - wir kennen es alle aus den Nachrichten und Geschichtsbüchern: Falsches Varhalten Einzelner wird als Rechtfertigung genommen um schlimme Dinge zu tun

Beides ist nicht okay.

Bild
SBlu
Beiträge: 11
Registriert: Mi 11. Jun 2025, 11:05

Re: Fusion in den sozialen Medien

Beitrag von SBlu »

Auf den hier geposteten Beispielbildern ist einfach niemand zu erkennen. Das ist etwas komplett anderes, als jemand, der zum Beispiel ein Video von der Tanzwüste macht und alle Leute dort ablichtet - es dann sogar noch auf Instagram postet.

Zum Argument "Ich bin der Boss von meinem Gesicht auf den Fotos": Da gebe ich dir Recht! Und wenn ich der Boss von meinem Gesicht auf Fotos bin, möchte ich BEVOR es veröffentlicht wird, gefragt werden, ob mein Gesicht im Internet (evtl. in übermüdeten, ausgelassenen oder ähnlichen Situationen) vervielfältigt dargestellt werden kann.

Ich finde, man kann die Leute auf Instagram und Co. dafür kritisieren, dass sie sich im Kontext der Fusion auf Kosten von anderen Leuten darstellen, nur um Likes zu generieren. Und wenn man das in den Kommentaren anmerkt - mit der Bitte um Löschung - ist man noch nicht gleich die "Fusion-Polizei". Wenn die Kritik ignoriert wird passiert nämlich: garnichts. Kritiker dieser Selbstdarstellung direkt als Menschen mit Mistgabeln und Fakeln darzustellen ist ein bisschen drüber...

Du hast recht: es gibt kein Gesetzt, dass das Ganze verbieten kann. Aber Rücksichtnahme ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Nicht umsonst kleben viele Clubs Kameras ab. Mach dein Bild vor einer lustigen/ interessanten Skulptur, poste es auf Instagram. Alles kein Problem. Aber warum noch 20 andere Menschen mit ablichten? Und das ist doch auch genau das, worum im Programmheft gebeten wird.


PS: >>"Wie nennt man diese Personen, die aus Willkür andere Menschen verfolgen und unterdrücken - ohne jegliche gesetzliche Grundlage? Die Legislative, Judikative und Exekutive in einer Person sein wollen ... GANZ GENAU!" <- Dieser Vergleich ist so drüber...
irrelevant
Beiträge: 1611
Registriert: Sa 9. Jul 2022, 19:44

Re: Fusion in den sozialen Medien

Beitrag von irrelevant »

SBlu hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 16:26 Auf den hier geposteten Beispielbildern ist einfach niemand zu erkennen. Das ist etwas komplett anderes, als jemand, der zum Beispiel ein Video von der Tanzwüste macht und alle Leute dort ablichtet - es dann sogar noch auf Instagram postet.

Zum Argument "Ich bin der Boss von meinem Gesicht auf den Fotos": Da gebe ich dir Recht! Und wenn ich der Boss von meinem Gesicht auf Fotos bin, möchte ich BEVOR es veröffentlicht wird, gefragt werden, ob mein Gesicht im Internet (evtl. in übermüdeten, ausgelassenen oder ähnlichen Situationen) vervielfältigt dargestellt werden kann.

Ich finde, man kann die Leute auf Instagram und Co. dafür kritisieren, dass sie sich im Kontext der Fusion auf Kosten von anderen Leuten darstellen, nur um Likes zu generieren. Und wenn man das in den Kommentaren anmerkt - mit der Bitte um Löschung - ist man noch nicht gleich die "Fusion-Polizei". Wenn die Kritik ignoriert wird passiert nämlich: garnichts. Kritiker dieser Selbstdarstellung direkt als Menschen mit Mistgabeln und Fakeln darzustellen ist ein bisschen drüber...

Du hast recht: es gibt kein Gesetzt, dass das Ganze verbieten kann. Aber Rücksichtnahme ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Nicht umsonst kleben viele Clubs Kameras ab. Mach dein Bild vor einer lustigen/ interessanten Skulptur, poste es auf Instagram. Alles kein Problem. Aber warum noch 20 andere Menschen mit ablichten? Und das ist doch auch genau das, worum im Programmheft gebeten wird.


PS: >>"Wie nennt man diese Personen, die aus Willkür andere Menschen verfolgen und unterdrücken - ohne jegliche gesetzliche Grundlage? Die Legislative, Judikative und Exekutive in einer Person sein wollen ... GANZ GENAU!" <- Dieser Vergleich ist so drüber...
Perfectly worded!
It's not about making the world a better place; it's about making ourselves better persons. The rest comes naturally.
Knülli
Beiträge: 89
Registriert: So 24. Mai 2026, 12:36

Re: Fusion in den sozialen Medien

Beitrag von Knülli »

thoerchen hat geschrieben: Mi 8. Jul 2026, 09:17
... manche äußern im Forum Angst, dass sie auf Tag-x Listen kommen, weil sie sich für dieses Festival einsetzen und/oder aktivistisch unterwegs sind und ihr macht das Gleiche mit einer anderen Gruppe???
Wer sich beschwert, gegen seinen Willen auf der Fusion fotografiert zu werden, ist so schlimm wie Faschisten, die Todeslisten führen und diese an eine womöglich bald regierende Partei weitergeben? Teilweise machen die bösartigen und emphatielosen Analogien sprachlos, die hier von einzelne. Forumsteilnehmenden konstruiert werden.
Klausimate
Beiträge: 11
Registriert: Di 24. Aug 2021, 23:00

Re: Fusion in den sozialen Medien

Beitrag von Klausimate »

Was hier von manchen kritisiert wird ist halt das genaue Gegenteil von Solidarität. Wir als Fusion Family sind halt eine Gruppe und dort darf und muss man andere auf Fehlverhalten hinweisen. Das hat nichts mit Polizei zu tun. Wenn ein Mann in der Bahn eine Frau schlägt, hat dann auch nur die Frau als Betroffene das Recht zu reagieren? Ich denke wir kennen alle die Antwort. Genau das macht halt auch Untergrund Kultur aus. Wenn wir damit anfangen dass uns alles egal sein sollte, was uns nicht direkt selbst betrifft, dann leben wir genau in der Welt die wir da draußen haben. Ignoranz und jeder setzt sich selbst nur noch Grenzen. Für Self-Empowerment ist das natürlich super, aber das ist halt auch der Tod für jegliche Community. Und wir sind auf der Welt halt nicht alleine…. also sollte man auch gewisse Dinge respektieren, auch wenn es einen selbst nervt. Es gibt genug Festivals wo man Bilder und Videos vom Floor machen kann und niemanden irgendwas juckt. Aber das ist dann halt ein Indian Spirit oder Airbeat One Festival…
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