Erfahrungsbericht Autotickets

24. bis 28. Juni
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Achtung: Ticketbetrug
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JohnBonJohnny
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von JohnBonJohnny »

ifindoubtlove hat geschrieben: Fr 3. Jul 2026, 10:14 Mal ein Verbesserungsvorschlag an den KuKo. Schaut Euch an, wie´s bei der Nation läuft.
Naja die Nation hat auch weitaus weniger Menschen zu händeln...


Darüberhinaus fällt mir noch was ein:

Helfen mehr Koordination-Supporter? Wäre es ne Idee mit einer Drohne das ganze zu überblicken und besser zu verteilen?
ifindoubtlove
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von ifindoubtlove »

xrtze hat geschrieben: Fr 3. Jul 2026, 14:25
ifindoubtlove hat geschrieben: Do 2. Jul 2026, 17:17 Das mit den Autotickets hat ja mal gar nicht funktioniert. Waren Mittwoch 6:30 an der Landebahn, dann zwei Stunden in der Schlange bis Einfahrt auf C-Bereich (vor uns vielleicht 100 Autos, die sollte man doch schneller durchkriegen), um dann gesagt zu bekommen, dass alles südlich der Oase erst am Donnerstag geöffnet wird und wir uns auf den schon übervollen anderen C-Bereichen was suchen sollen. Super Idee :D Danach haben dann einfach alle Autos Stehstreik gemacht, bis der KuKo nach 1,5 Stunden die übrigen Bereiche geöffnet hat.

Fazit: keine Entspannung bei der Anfahrt und gefühlt auch nicht weniger Autos auf dem Camping.

Na ja, vielleicht erlebe ich es irgendwann noch, dass die Anreise professionell organisiert wird :D
Dein Kommentar ist ein Schlag ins Gesicht für die hunderten Leute aus der Bändsel-, Parkplatz-, Camp- und Zauncrew, die 9h bei 35°+ zu Fuß auf dem Ausphalt aushalten. Du forderst gleichzeitig eine professionelle Organisation mit dem Hinweis, dass du und andere sich nicht an die Organisation gehalten und lieber gestreikt haben. Als ob aus dem Auto heraus mehr Überblick wäre als von außen (inklusive Unterstützung per Videodrohne).
Ein großer Teil des Anreisechaos der Vorjahre entstand daraus, dass Flächen nicht befüllt sondern Platz für später anreisende Autos freigehalten wurde sowie dass Leute lieber mit Platz auf eine Freifläche wollten, statt erstmal die offenen Flächen aufzufüllen und Camp-Nachbar*innenschaft in Kaufzunehmen. Mit dem Effekt stundenlagen im Kreis Fahrens auf den Camps und fehlenden Zeltflächen für später Anreisende.

Das diesjährige, professionell geplante und organisierte System hat es an vielen Stellen und für viele Leute entspannt - hätten die Bullen nicht gestört und durch Blockade der Verkehrsflüsse gestört wahrscheinlich auch noch mehr.

Bin auf deinen konstruktiven Vorschlag gespannt, wie die parallele Anreise von 50.000 Menschen und 10.000 Extrawürsten besser zu organisieren ist.
Das sollte mitnichten ein Angriff auf die Menschen sein, die am Mittwoch versucht haben, das Chaos in den Griff zu bekommen. Sorry, wenn es so rübergekommen ist. Denen gilt mein voller Respekt. Aber die waren halt auch abhängig von den Anweisungen des KuKo.

Trotzdem bleibe ich bei meiner Kritik. Wenn Du ankommst und auf Flächen geschickt wirst, die schon total voll sind, obwohl die Hälfte der Flächen noch nicht geöffnet ist, ist das halt scheisse organisiert vom KuKo. Zwei von uns sind ausgestiegen und haben in den C-Bereichen nördlich der Oase Platz gesucht. Da ging gar nichts mehr außer vielleicht Platz für ein einzelnes Zelt. Und der Stehstreik kam eher dadurch zustande, dass es eben extrem vielen Leuten genauso ging und irgendwann auf den Wegen einfach kein Weiterfahren möglich war, weil sie von Autos aus allen Richtungen verstopft waren. Das hat sich auch erst nach Öffnung von C15 und C14 aufgelöst.

Konstruktiven Vorschlag hab ich weiter oben schon gemacht. Kannst Du Dir ja mal anschauen.
disco_veri
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von disco_veri »

Oey ich verstehe jeden einzelnen. Anreise ist immer Stress und nicht für jeden läuft es gut. Der KuKo bemüht sich mit neuen Systemen die Anreisezeit für alle besser zu gestalten Bei jeder neuen Variante gibt es anfangs noch paar Reibungen.

Die Hälfte berichtet gute Erfahrungen. Ich habe den gesamten Campingplatz während des Festivals entspannter und übersichtlicher empfunden als die letzten Jahre. War selbst mit gelber Weste unterwegs und weiß was es bedeutet, wenn die Rettungswege zu sehr verbaut sind. Das war in diesem Jahr endlich wieder besser.

Bei der Lösung der Probleme die hier genannt werden, könnt ihr alle mithelfen. Der KuKo braucht hier euere Unterstützung. Die Camps werden immer größer und viele wollen mehr Komfort, bringen noch mehr mit. Das okay aber sprecht euch ab und helft mit den Platz besser einzuplanen. Das ein oder andere Auto kann man nach dem Entladen vielleicht draußen parken…etc

Die Anreise hat schon mal wesentlich länger gedauert und mehr Verkehrsstau verursacht….von daher hat es vermutlich mehr Vorteile gebracht.
Morricone
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von Morricone »

Wir kamen Mittwoch früh als größere Gruppe mit 7 Autos für insgesamt 30 Personen auf der Landebahn an. Wartezeit bis zur Botschaft war wirklich deutlich kürzer als in den vorigen Jahren und auch die Suche nach einer freien Fläche auf "E" war im Grunde kein Problem. Nur waren die OrdnerInnen dort vor Ort dann im Vergleich zu den Vorjahren ganz schön ruppig und wollten nicht wirklich mit sich reden lassen. "Alle Autos in einer Reihe von hier nach da, keine Diskussion!". So in etwa. Das fanden wir etwas schade, nach oft sehr positiven Erfahrungen in der Vergangenheit. Auch wurde uns nur ein viel zu kleiner Bereich zugestanden, auf den die 30 Leute nie gepasst hätten. Den haben wir dann unauffällig und eigenmächtig in kleinen Schritten erweitert, als die Offiziellen grade wo anders zu tun hatten und letztlich hats dann auch für ein nettes, wenn auch sehr dicht gepacktes, Camp gereicht.
Grundsätzlich halte ich das neue System erstmal für gar nicht so verkehrt:
Es gab keinen 4-Stunden-Stau auf der Landebahn bis raus auf die B198 und die Wartezeit bis Bändchen und bis man auf dem Gelände war, trotz Stoßzeit nicht mal halb so lange wie bisher.
Dass die Ordner die gerade geöffneten Parzellen erst dicht vollpacken wollen, bevor die nächsten geöffnet werden kann ich auch verstehen, schließlich wurde für jedes Autoticket ein Platz bis Do. zugesagt. Da muss man schon zusehen, dass nicht bereits Mi. Vormittag alles halbvoll steht. Dass es dabei dann vielleicht etwas zu streng vor sich geht und -vermutlich auch durch Kommunikationspannen- auch stellenweise unerfreuliche Staus etc. entstehen ist für den ersten Durchlauf eines neuen Systems schon fast zu erwarten. Hier kann man seitens Organisation aber sicher auch von den jetzt gemachten Erfahrungen lernen und manche Abläufe/Vorgehensweisen für das nächste Mal optimieren.
Falls nicht sowieso schon so gehandhabt könnte man für die Verteilung der Fahrzeuge auf die einzelnen Parzellen von der Gesamtzahl der vergebenen Autotickets ausgehen: zB 600 Tickets insgesamt für E vergeben, E hat 12 Parzellen, also müssen auf jede Parzelle im Schnitt 50 Autos. Sobald E1 so viele Autos drauf hat, wird E2 geöffnet, etc. Müsste doch eigentlich ziemlich simpel sein...🤔
Und wenn sich rausstellt, dass insgesamt einfach zu viele Autos rumstehen: Anzahl der Autotickets weiter verknappen. Man MUSS ja nicht unbedingt auf den eigenen vier Rädern anreisen (auch wenn das zugegebenermaßen schon auch Annehmlichkeiten hat).
Psychobeere
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von Psychobeere »

Wir sind wie die letzten Jahre sehr früh am Mittwoch morgen angekommen, um mit dem Auto noch einen guten Platz auf C zu bekommen. Wir waren nur ein Auto (Camper), hatten aber Pavillon und 13 Zelte dabei, um das Camp für alle aufbauen zu können.
Richtig gut: nach Öffnung der Tore gings richtig fix, weniger warten und weniger Stau auf dem Gelände. Daumen hoch!
Mein Eindruck war, dass die Plätze um die Oase rum ähnlich früh komplett besetzt waren wie sonst auch, aber dass deutlich weniger Autos da standen. Vor allem reine Gepäckautos habe ich da kaum gesehen, sondern fast nur Camper - das fand ich auch echt gut. Autos in denen keiner schläft gehören auf den Parkplatz mMn. Ein Camper nimmt nicht großartig mehr Raum ein als ein Zelt für dieselbe Personenzahl. Ein Auto nimmt einfach nur Platz weg.
Ein Nebeneffekt war, dass ich den Eindruck hatte es sind insgesamt mehr Menschen auf C6/C9 gewesen, da fast alles mit Zelten zugebaut war und eben weniger Platz durch nutzlose Autos blockiert war.

Was viel besser war: weniger stehen auf der Landebahn, weniger „leere“ Autos aufm Campingplatz.
Was nicht unbedingt anders war: begehrte Plätze sind früh weg.
Sixtyten6010
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von Sixtyten6010 »

Ich glaub n weiterhin großes Problem bleiben die Leute, die in riesengroßen Gruppen anreisen, sich aber zu fein sind das Ganze irgendwie auf ne Art zu koordinieren, bei der alle gleichzeitig ankommen, stattdessen lieber die ersten einfach Plätze für alle weiteren blockieren, und dann auch nicht mit sich reden lassen. Wenn man zu zweit ist und noch auf eine oder zwei andere Personen wartet, die jetzt vielleicht auch nicht gerade mit dem Auto auf den Platz wollen, sondern wirklich nur Platz für ihre Zelte brauchen, ist das für mich aber was anderes.

War dieses Jahr leider nicht dabei, aber wenn ich dann quasi Mittwoch vormittag schon lese, Leute würden trotz Insel- und Autoticket keinen Platz mehr kriegen, weil Leute “reservieren”, puh. Also ist wirklich gefühlt jedes Jahr das gleiche, obwohl es ja auch meines Wissens nach vom Kuko explizit nicht erwünscht ist.

Ich check den Drang nach dem gemeinsamen Camp auch null, jenseits vom bündeln von Ressourcen, (wobei man da auch einfach n Hauptcamp machen kann und dann latscht man halt 15 min zu seinen Leuten, wenn man unbedingt will), wenns halt n riesengroßes Festivalgelände gibt, wo es schon von Mittwoch an einiges zu erleben und wunderbare Menschen zum connecten gibt.

Klar Freitags und Samstags ist das Gelände echt voll und wenn man tatsächlich als große Gruppe gerade einfach chillen will ist das schwieriger, aber da gibt es ebenfalls genügend Lösungen, die nicht im Blockieren von freien Plätzen und damit zu noch mehr Stress beim Einlass führen.

Gibt relativ kompakte Campingstühle ab so 30€/40€ die nur 1,3kg wiegen, wenn man unbedingt will nimmt man sich so einen aufs Gelände mit und macht sich nen Stuhlkreis haha.

Letztendlich frag ich mich aber auch wie da der genaue Umgang mit ist/sein sollte. Klar kann ich mich, wenn eben freie Plätze blockiert werden dann an die Ordner*innen wenden, doch ist die Zeit um den Einlass herum generell schon stressig, und die Kapazität dann noch Streitschlichter*in zu sein eventuell nicht mehr ganz so da, und dann will man ja auch nicht noch dazu beisteuern.

Les auch wirklich selten von Leuten im Forum, die das machen. Hat da Jemand Erfahrungen gemacht in wie weit solche Situationen Seitens der Orga gehandhabt werden?

Ob die Mehrheit der Blockierenden den Ordner*innen gar nicht erst gemeldet wird, oder es dann an der Umsetzung scheitert, weiß ich nicht.

Durch Appelle a die Eigenverantwortung der Besucher*innen im Forum, FAQ oder Programmheft, es sein zu lassen bzw. es zu melden, wenns passiert, wird das denke ich auch nichts, die meisten lesen das ja gar nicht erst.

Es hat ja auch die FSZ gebraucht, um tatsächlich einen merkbaren Unterschied möglich zu machen, und Anlagen auf dem Campingplatz werden, soweit ich das mitbekommen habe, ebenfalls einkassiert, wenn man darauf aufmerksam macht.

Das letzte was ich will ist ne Fusion voller Regelungen und Anweisungen, aber bei so einem Fall, wo basically aus unreflektiert-egoistischer Bequemlichkeit auf das Gemeinwohl aller Teilnehmenden und die Mühe und Belastung, welche die Crew auf sich nimmt, geschissen wird, sehe ich wirklich kein Problem bei da etwas strenger mit zu werden.
Zuletzt geändert von Sixtyten6010 am Sa 4. Jul 2026, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.
Knülli
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von Knülli »

Sixtyten6010 hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:26 Ich glaub n weiterhin großes Problem bleiben die Leute, die in riesengroßen Gruppen anreisen, sich aber zu fein sind das Ganze irgendwie auf ne Art zu koordinieren, bei der alle gleichzeitig ankommen, stattdessen lieber die Ersten einfach Plätze für alle weiteren blockieren, und dann auch nicht mit sich reden lassen. Wenn man zu zweit ist und noch auf eine oder zwei andere Personen wartet, die jetzt vielleicht auch nicht gerade mit dem Auto auf den Platz wollen, sondern wirklich nur Platz für ihre Zelte brauchen, ist das für mich aber was anderes.

War dieses Jahr leider nicht dabei, aber wenn ich dann quasi Mittwoch vormittag schon lese, Leute würden trotz Insel- und Autoticket keinen Platz mehr kriegen, weil Leute “reservieren”, puh. Also ist wirklich gefühlt jedes Jahr das gleiche, obwohl es ja auch meines Wissens nach vom Kuko explizit nicht erwünscht ist.

Ich check den Drang nach dem gemeinsamen Camp auch null, jenseits vom bündeln von Ressourcen, (wobei man da auch einfach n Hauptcamp machen kann und dann latscht man halt 15 min zu seinen Leuten, wenn man unbedingt will), wenns halt n riesengroßes Festivalgelände gibt, wo es schon von Mittwoch an einiges zu erleben und wunderbare Menschen zum connecten gibt.

Klar Freitags und Samstags ist das Gelände echt voll und wenn man tatsächlich als große Gruppe gerade einfach chillen will ist das schwieriger, aber da gibt es ebenfalls genügend Lösungen, die nicht im Blockieren von freien Plätzen und damit zu noch mehr Stress beim Einlass führen.

Gibt relativ kompakte Campingstühle ab so 30€/40€ die nur 1,3kg wiegen, wenn man unbedingt will nimmt man sich so einen aufs Gelände mit und macht sich nen Stuhlkreis haha.

Letztendlich frag ich mich aber auch wie da der genaue Umgang mit ist/sein sollte. Klar kann ich mich, wenn eben freie Plätze blockiert werden dann an die Ordner*innen wenden, doch ist die Zeit um den Einlass herum generell schon stressig, und die Kapazität dann noch Streitschlichter*in zu sein eventuell nicht mehr ganz so da, und dann will man ja auch nicht noch dazu beisteuern.

Les auch wirklich selten von Leuten im Forum, die das machen. Hat da Jemand Erfahrungen gemacht in wie weit solche Situationen Seitens der Orga gehandhabt werden?

Ob die Mehrheit der Blockierenden den Ordner*innen gar nicht erst gemeldet wird, oder es dann an der Umsetzung scheitert, weiß ich nicht.

Durch Appelle a die Eigenverantwortung der Besucher*innen im Forum, FAQ oder Programmheft, es sein zu lassen bzw. es zu melden, wenns passiert, wird das denke ich auch nichts, die meisten lesen das ja gar nicht erst.

Es hat ja auch die FSZ gebraucht, um tatsächlich einen merkbaren Unterschied möglich zu machen, und Anlagen auf dem Campingplatz werden, soweit ich das mitbekommen habe, ebenfalls einkassiert, wenn man darauf aufmerksam macht.

Das letzte was ich will ist ne Fusion voller Regelungen und Anweisungen, aber bei so einem Fall, wo basically aus unreflektiert-egoistischer Bequemlichkeit auf das Gemeinwohl aller Teilnehmenden und die Mühe und Belastung, welche die Crew auf sich nimmt, geschissen wird, sehe ich wirklich kein Problem bei da etwas strenger mit zu werden.

Ich glaube nicht, dass sich die meisten "zu fein" zum gemeinsam frühen Anreisen sind. Viele sind halt durch Erwerbsarbeit gezwungen, nicht schon Mittwoch morgens zu kommen. Andere, z.B. Studierende oder Menschen mit flexiblen Arbeitszeiten haben halt das Privileg. Und auch wenn du anscheinend einen Sonderfall darstellst, dem das egal ist: viele können sich ein Festival ohne gemeinsames Camp mit ihren Freund:innen halt nicht vorstellen. Also ich kann den Frust auf jeden Fall verstehen, aber so schwarz&weiß mit Camp-Besetzern als "die Bösen" ist es m.E. überhaupt nicht.
Sixtyten6010
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von Sixtyten6010 »

Knülli hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:40
Sixtyten6010 hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:26 Ich glaub n weiterhin großes Problem bleiben die Leute, die in riesengroßen Gruppen anreisen, sich aber zu fein sind das Ganze irgendwie auf ne Art zu koordinieren, bei der alle gleichzeitig ankommen, stattdessen lieber die Ersten einfach Plätze für alle weiteren blockieren, und dann auch nicht mit sich reden lassen. Wenn man zu zweit ist und noch auf eine oder zwei andere Personen wartet, die jetzt vielleicht auch nicht gerade mit dem Auto auf den Platz wollen, sondern wirklich nur Platz für ihre Zelte brauchen, ist das für mich aber was anderes.

War dieses Jahr leider nicht dabei, aber wenn ich dann quasi Mittwoch vormittag schon lese, Leute würden trotz Insel- und Autoticket keinen Platz mehr kriegen, weil Leute “reservieren”, puh. Also ist wirklich gefühlt jedes Jahr das gleiche, obwohl es ja auch meines Wissens nach vom Kuko explizit nicht erwünscht ist.

Ich check den Drang nach dem gemeinsamen Camp auch null, jenseits vom bündeln von Ressourcen, (wobei man da auch einfach n Hauptcamp machen kann und dann latscht man halt 15 min zu seinen Leuten, wenn man unbedingt will), wenns halt n riesengroßes Festivalgelände gibt, wo es schon von Mittwoch an einiges zu erleben und wunderbare Menschen zum connecten gibt.

Klar Freitags und Samstags ist das Gelände echt voll und wenn man tatsächlich als große Gruppe gerade einfach chillen will ist das schwieriger, aber da gibt es ebenfalls genügend Lösungen, die nicht im Blockieren von freien Plätzen und damit zu noch mehr Stress beim Einlass führen.

Gibt relativ kompakte Campingstühle ab so 30€/40€ die nur 1,3kg wiegen, wenn man unbedingt will nimmt man sich so einen aufs Gelände mit und macht sich nen Stuhlkreis haha.

Letztendlich frag ich mich aber auch wie da der genaue Umgang mit ist/sein sollte. Klar kann ich mich, wenn eben freie Plätze blockiert werden dann an die Ordner*innen wenden, doch ist die Zeit um den Einlass herum generell schon stressig, und die Kapazität dann noch Streitschlichter*in zu sein eventuell nicht mehr ganz so da, und dann will man ja auch nicht noch dazu beisteuern.

Les auch wirklich selten von Leuten im Forum, die das machen. Hat da Jemand Erfahrungen gemacht in wie weit solche Situationen Seitens der Orga gehandhabt werden?

Ob die Mehrheit der Blockierenden den Ordner*innen gar nicht erst gemeldet wird, oder es dann an der Umsetzung scheitert, weiß ich nicht.

Durch Appelle an die Eigenverantwortung der Besucher*innen im Forum, FAQ oder Programmheft, es sein zu lassen bzw. es zu melden, wenns passiert, wird das denke ich auch nichts, die meisten lesen das ja gar nicht erst.

Es hat ja auch die FSZ gebraucht, um tatsächlich einen merkbaren Unterschied möglich zu machen, und Anlagen auf dem Campingplatz werden, soweit ich das mitbekommen habe, ebenfalls einkassiert, wenn man darauf aufmerksam macht.

Das letzte was ich will ist ne Fusion voller Regelungen und Anweisungen, aber bei so einem Fall, wo basically aus unreflektiert-egoistischer Bequemlichkeit auf das Gemeinwohl aller Teilnehmenden und die Mühe und Belastung, welche die Crew auf sich nimmt, geschissen wird, sehe ich wirklich kein Problem bei da etwas strenger mit zu werden.

Ich glaube nicht, dass sich die meisten "zu fein" zum gemeinsam frühen Anreisen sind. Viele sind halt durch Erwerbsarbeit gezwungen, nicht schon Mittwoch morgens zu kommen. Andere, z.B. Studierende oder Menschen mit flexiblen Arbeitszeiten haben halt das Privileg. Und auch wenn du anscheinend einen Sonderfall darstellst, dem das egal ist: viele können sich ein Festival ohne gemeinsames Camp mit ihren Freund:innen halt nicht vorstellen. Also ich kann den Frust auf jeden Fall verstehen, aber so schwarz&weiß mit Camp-Besetzern als "die Bösen" ist es m.E. überhaupt nicht.
Dann check ich immer noch nicht warum das gemeinsame Camp “unvorstellbar” ist, also wirklich. Da kann man doch in Anbetracht des Ansturmes etc. auch was zurückstecken.

Ich finds viel eher unvorstellbar wirklich allen 60k+ Besuchenden genau das Camping-Setup ihrer Wünsche zu erfüllen, genau das ist aber was dann halt probiert wird, auf kosten aller anderen.

Insbesondere weil es im Vergleich zu wie es ja jetzt eben läuft meines Erachtens nach wirklich nicht viel verlangt ist, dann halt n paar Zelte vom Hauptcamp weg zu haben. Man läuft von den meisten Stellen nicht mehr als 15 Minuten, meistens eher so 10, und es ist kein festivalruinierendes Hindernis dann mal nach dem Aufstehen/bevor man aufs Gelände geht in ne gemeinsame Gruppe zu schreiben damit die eigenen Leute auf dem Laufenden bleiben.

Und es hört bei mir mit dem Verständnis dann auch erst auf, wenn Leute nach dem sie gebeten werden Platz zu machen dies nicht tun.

Wenn’s halt nicht klappt mit der gemeinsamen Anreise, dann versucht man es vielleicht nicht mit dem Camp bei der Insel oder den begehrtesten Plätzen, oder macht zumindest dann auch den Platz frei, wenn man eben merkt, dass der Ansturm so groß ist und andere Leute diese Plätze jetzt halt brauchen.

Also wer mit sich reden lässt oder es einfach mal dann bei G/E/F etc. probiert statt sich prime spots abzugreifen soll ja gerne reservieren, hab ja auch explizit von blockierenden Leuten geschrieben, das Verhalten find ich in Anbetracht dessen, was halt alles drumherum beim Festival dann an Trubel abgeht nicht in Ordnung und es macht es für alle anstrengender.
Knülli
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von Knülli »

Sixtyten6010 hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:49
Dann check ich immer noch nicht warum das gemeinsame Camp “unvorstellbar” ist, also wirklich. Da kann man doch in Anbetracht des Ansturmes etc. auch was zurückstecken.
Für viele, insbesondere Frauen, ist es eine Frage von Sicherheit, auf einem Festival nicht ohne vertraute Menschen in der Umgebung zu campen. Für andere ist ein Festival wie ein Urlaub und sie würden genauso wenig allein campen, wie sie sich zwei Air BnB Wohnungen in Lissabon in einem Kilometer Entfernung mieten würden - es ist halt ein anderes Erlebnis, wenn man zusammen wohnt und sich ein Wohnzimmer/Pavillon teilt.
Sixtyten6010 hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:49
Wenn’s halt nicht klappt mit der gemeinsamen Anreise, dann versucht man es vielleicht nicht mit dem Camp bei der Insel oder den begehrtesten Plätzen, oder macht zumindest dann auch den Platz frei, wenn man eben merkt, dass der Ansturm so groß ist und andere Leute diese Plätze jetzt halt brauchen.
Naja, das Argument könnte man jetzt natürlich einfach umdrehen. Warum muss jemand, der erst Donnerstag kommt, unbedingt auf die überbevölkerte Insel oder neben die Oase?
Sixtyten6010
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Re: Erfahrungsbericht Autotickets

Beitrag von Sixtyten6010 »

Knülli hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 16:27
Sixtyten6010 hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:49
Dann check ich immer noch nicht warum das gemeinsame Camp “unvorstellbar” ist, also wirklich. Da kann man doch in Anbetracht des Ansturmes etc. auch was zurückstecken.
Für viele, insbesondere Frauen, ist es eine Frage von Sicherheit, auf einem Festival nicht ohne vertraute Menschen in der Umgebung zu campen. Für andere ist ein Festival wie ein Urlaub und sie würden genauso wenig allein campen, wie sie sich zwei Air BnB Wohnungen in Lissabon in einem Kilometer Entfernung mieten würden - es ist halt ein anderes Erlebnis, wenn man zusammen wohnt und sich ein Wohnzimmer/Pavillon teilt.
Sixtyten6010 hat geschrieben: Sa 4. Jul 2026, 14:49
Wenn’s halt nicht klappt mit der gemeinsamen Anreise, dann versucht man es vielleicht nicht mit dem Camp bei der Insel oder den begehrtesten Plätzen, oder macht zumindest dann auch den Platz frei, wenn man eben merkt, dass der Ansturm so groß ist und andere Leute diese Plätze jetzt halt brauchen.
Naja, das Argument könnte man jetzt natürlich einfach umdrehen. Warum muss jemand, der erst Donnerstag kommt, unbedingt auf die überbevölkerte Insel oder neben die Oase?
Sehe immer noch nicht das Problem dann, wie erwähnt, gemeinsam bei einem der entlegeneren Plätzen zu campen.

Das ist schön, dass das Festival für Leute wie n Urlaub ist. Ändert nix dran, dass alle gleich viel dafür bezahlen. Manche sogar mehr, nur um dann den bezahlten Platz nicht zu bekommen.

Finds jetzt nicht unbedingt Fair, wenn Leute dann ihr Wunschcamp mit 10 Personen die nach und nach auftauchen aufschlagen müssen, weil Fusion für die ja Urlaub ist.

Die Fusion mit nem AirBnB Urlaub in Lissabon zu vergleichen und davor über Privilegien zu sprechen ist jetzt vielleicht nicht das kongruenteste Ding. Leute die sich beides leisten können stecken auch mal das Camping bei G weg, Lissabon ist ja auch wirklich schön, will ich gehört haben.

Jemand der Donnerstag kommt muss nicht zur Insel oder Oase, niemand (außer Menschen die wirklich nicht viel gehen /ohne die Ruhe, welche die Insel bietet es wirklich nicht aushalten können) muss das. Leute entscheiden sich dazu diese stellen zu besetzen. Ich habe explizit davon geschrieben, dass die Insel mittwochmittag (!!!) schon nicht mehr genügend Platz hatte, und ich mehrfach gelesen hatte, dass Leute da blockieren.

Was by the way auch komplett an der Sache vorbei geht, weil ich mich nicht darüber beklage, dass die prime spots schnell weg sind, sondern darüber, dass Leute diese Orte nicht nur für sich, sondern einer Menge Leute festhalten, zu einer Zeit wo unfassbar viele Leute aufs Gelände kommen, es sich staut, und es zu stundenlangen Verzögerungen und Stress kommt, welcher einfach vermieden oder zumindest eingegrenzt werden könnte, wenn Leute Platz machen würden oder ihre Erwartungen mal etwas runterschrauben würden.

Die Fusion bietet einen Raum ohne Polizei und Bundeswehr-Anwerbung, erschwingliches Essen, Kino, Theater und Workshops, hat eine Anzahl a Floors wie vier Festivals, ist was den Ticketpreis angeht ebenfalls vergleichsweise günstig und die Distanzen, die man so zurücklegen muss sind auch kürzer als bei anderen Festivals, trotz der Größe. All das, was andere Festivals nicht delivern, in einer Welt wo Festivals auf Kommerz der Standard sind, und Leute sind unzufrieden, weil sie nicht genau so campen können wie gewünscht.

Und zum Thema Privilegien, welches du anfangs angesprochen hattest, von wegen blöd für die unflexiblen Leute durch Job etc. die deswegen mit ihrer Gruppe nicht gemeinsam anreisen können. Was ist denn mit den Leuten, die sich extra n Inselticket kaufen, weil es ohne zu viel ist, die aber auch durch Arbeit oder andere Umstände dann eben auch erst später kommen können? Die Gruppe hat ihren reservierten Platz und nebenbei auch das Privileg irgendwen in der Gruppe zu haben, der früh genug da sein kann, die Einzelperson im Zweifelsfall gelitten.
Zuletzt geändert von Sixtyten6010 am Sa 4. Jul 2026, 17:14, insgesamt 3-mal geändert.
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